Vergütung mit oder ohne Umsatzsteuer

Vergütung mit oder ohne Umsatzsteuer

Die Vergütung der Leistung ist auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen zur Umsatzsteuer im Umsatzsteuergesetz (UStG) vorzunehmen. Dabei kommt dem§ 13 b im UStG bezüglich der Steuerschuldnerschaft eine wesentliche Bedeutung für Bauleistungen zu. Danach ist der Auftraggeber als Leistungsempfänger Steuerschuldner, wenn er selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt. Das ist wieder ab 1. Oktober 2014 rechtliche Grundlage für die Steuerschuldnerschaft für Bauleistungen.
Danach ist derjenige Bauleistungsempfänger wieder ein Umsatzsteuerschuldner, wenn er selbst Unternehmer ist und nachhaltig Bauleistungen und/oder Gebäudereinigungsleistungen erbringt. Die Nachhaltigkeit von Bauleistungen liegt vor, wenn mindestens 10 % des Weltumsatzes vom Leistungsempfänger als Bauleistungen erbracht werden. Dabei ist für ab 1. Oktober 2014 ausgeführte Leistungen nicht mehr entscheidend, ob der Leistungsempfänger die Leistung für eine von ihm selbst erbrachte Leistung verwendet. Zu den Bauleistungen gehören jedoch nicht Grundstückslieferungen von Bauträgern, die bebaute Grundstücke verkaufen.
Von der Steuerschuldnerschaft des Leistungempfängers ist auch immer dann auszugehen, wenn ihm das Finanzamt darüber eine gültige Bescheinigung zur Steuerschuldnerschaft erteilt, dass er im Zeitpunkt der Ausführung der Leistungen ein Unternehmer ist und Bauleistungen und/oder Gebäudereinigungsleistungen erbringt.
Eindeutig ist die Steuerschuldnerschaft, wenn der Bauunternehmer als Nachunternehmer Bauleistungen für einen Haupt- (HU) bzw. Generalunternehmer (GU) ist, der selbst auch Bauleistungen erbringt.
Bereits bei der Angebotsabgabe bzw. Vorbereitung des Bauvertrages sollte geklärt werden,
  • ob für den Leistungsempfänger § 13 b UStG maßgebend ist und
  • ob im Bauvertrag die Steuerschuldnerschaft und die sich daraus ergebenden umsatzsteuerlichen Folgen vermerkt werden.
Ist der Auftraggeber als Leistungsempfänger z. B. selbst ein Bauunternehmen und damit Steuerschuldner für die Umsatzsteuer, dann hat die Rechnungslegung ihm gegenüber ohne Umsatzsteuer zu erfolgen, d. h. nur im Umfang des Nettobetrages. Wenn jedoch der Leistungsempfänger kein Steuerschuldner nach § 13 b UStG ist, dann hat er vom Auftragnehmer eine Rechnung mit Ausweis des Nettobetrages zuzüglich gültige Umsatzsteuer und daraus sich ableitendem Bruttobetrag zu erhalten.
Schon über 50.000 Abonnenten!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK