Wertschöpfung im Baugewerbe

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Wertschöpfung im Baugewerbe

Als Wertschöpfung gilt die Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft. Sie wird zunächst volkswirtschaftlich allgemein differenziert nach:
  • Bruttowertschöpfung als Summe der insgesamt bzw. in einem Wirtschaftszweig erbrachten Produktionswerte abzüglich der Vorleistungen, die von anderen Wirtschaftseinheiten bezogen und für die eigene Leistung verbraucht wurden.
  • Nettowertschöpfung, die sich nach Abzug der Abschreibungen bzw. Wertminderungen für Sachanlagen von der Bruttowertschöpfung darstellt und praktisch dem geschaffenen Mehrwert bzw. Neuwert entspricht.
Die Bauwirtschaft leistete in den letzten Jahren absolut einen steigenden Beitrag zur Bruttowertschöpfung. Allerdings ist der Anteil der Bruttowertschöpfung des Baugewerbes in der Volkswirtschaft von 6,8 % im Jahre 1995 auf 3,9 % im Jahre 2005 gesunken als Folge der abnehmenden Bedeutung des Baugewerbes. Im letzten Jahrzehnt stieg der Anteil wieder und betrug für das Baugewerbe insgesamt 4,8 % in 2014, jedoch mit unterschiedlich hohen Anteilen in den einzelnen Bundesländern in einem Bereich von 4,0 bis 7,5 %.
Sie schwankt aber noch beträchtlich in Abhängigkeit von der Größe der Bauunternehmen sowie nach ihrer Ansässigkeit zwischen West- und Ostdeutschland einerseits sowie auch zwischen den einzelnen Bundesländern.
Spezielle Aussagen zur Wertschöpfung im Baugewerbe lassen sich aus der jährlichen Kostenstrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes (als Stichprobenerhebung) in ca. 6.000 Unternehmen des Baugewerbes mit mehr als 20 Beschäftigten ableiten. Die Ergebnisse werden jährlich veröffentlicht und kostenfrei zur Verfügung (Quelle: www.destatis.de unter Fachserie 4, Reihe 5.3) gestellt, zuletzt für das Jahr 2013 (Ausgabe Juni 2015).
Eine Differenzierung einschließlich der rechnerischen Datenerhebung und - aussage erfolgt für die:
Die Aussagen werden bereitgestellt als Jahreswerte insgesamt sowie je Beschäftigten in € und zu den verschiedenen Größen von Bauunternehmen sowie mit Anteilsangaben in % vom Bruttoproduktionswert im Baugewerbe :
  • einerseits für das Baugewerbe insgesamt sowie für das Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe,
  • zum anderen weiter differenziert nach verschiedenen Leistungssparten im Bauhauptgewerbe wie Hochbau, Bau von Gebäuden, Tiefbau u. a. sowie
  • im Ausbaugwerbe z. B. auch für Dachdeckerei, Gerüstbau u. a. und
  • für die Erschließung von Grundstücken sowie für Bauträger zu Wohngebäuden.
Die Wertschöpfung kann auch im Bauunternehmen aus der Gesamtleistung abzüglich von Vorleistungen sowie von Abschreibungen abgeleitet werden, beispielsweise aus den Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) für das Geschäftsjahr. Sie lässt sich weiterhin auch bis zu den Baustellen als Abrechnungsstellen sowie für unterjährige Abrechnungsperioden (Monate) ausweisen. Die Beziehung der Wertschöpfung zu Leistungskennzahlen und/oder produktiven Stunden kann mit Wertschöpfungsquoten ausgedrückt werden.

Baunachrichten zu Wertschöpfung im Baugewerbe

Bautarife und Baupreise in der Wertschöpfungskette am Bau -Die Tarifrunde Bau 2014 bringt Veränderungen. Im Juni 2014 wurde der Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe verbindlich. Die Industriegewerkschaft BAU und die deutschen Verbänden von Baugewerbe (ZDB)und Bauindustrie (HDB) haben sich geeinigt. Ein Akt, der aller Jahre wieder die Löhne und Gehälter der im Bauhauptgewerbe Beschäftigten an die gestiegenen Verbraucherpreise anpassen soll. Bautarife sind eine ausgewogene Antwort im Geflecht von Inflation, Konjunktur und Produktivität. Sie sind auch selbst ein Bestandteil von vielfältigen„Lohn-Preis-Spiralen“. Sei es als Reaktion oder als Aktion im Marktpreisgefüge.
Die Tarifrunde Bau 2014 bringt Veränderungen. Im Juni 2014 wurde der Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe verbindlich. Die Industriegewerkschaft BAU und die deutschen Verbänden von Baugewerbe (ZDB)und Bauindustrie (HDB) haben sich geeinigt. Ein Akt, der aller Jahre wieder die Löhne und Gehälter der im Bauhauptgewerbe Beschäftigten an die gestiegenen Verbraucherpreise anpassen soll. Bautarife sind eine ausgewogene Antwort im Geflecht von Inflation, Konjunktur und Produktivität. Sie sind auch selbst ein Bestandteil von vielfältigen„Lohn-Preis-Spiralen“. Sei es als Reaktion oder als Aktion im Marktpreisgefüge.

Begriffs-Erläuterungen zu Wertschöpfung im Baugewerbe

Die Nettowertschöpfung lässt sich rechnerisch aus derBruttowertschöpfung im Baugewerbeableiten, speziellals "Nettowertschöpfung zu Faktorkosten", und wie folgt ermitteln: Bruttowertschöpfung (z ...
Zur Bruttowertschöpfung (BWS) zählen im Allgemeinen die in einem Wirtschaftsbereich erbrachten Produktionswerte abzüglich aller Vorleistungen, die von anderen Wirtschaftseinheiten bezogen und für die ...
Der Bruttoproduktionswert repräsentiert im Bauunternehmen zunächst die Summe der jährlichen Gesamtbauleistung , umfassend: den Gesamtumsatz (ohne Umsatzsteuer ) für abgerechnete Lieferungen und Leist ...
Bleibt die Betrachtung der Bauwirtschaft auf die ausschließlich handwerklich und industriell betriebene Ausführung von Bauleistungen (ohne Baustoffindustrie und -handel) eingegrenzt, so wird vom Baug ...

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