Winterbeschäftigungs-Umlage

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Winterbeschäftigungs-Umlage

Die Mittel für die Finanzierung von Aufwendungen zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung im Baugewerbe werden seit 1. Mai 2006 im Geltungsbereichs des Bundesrahmenvertrags für das Baugewerbe (BRTV-Baugewerbe) und somit im Bauhautgewerbe durch die Winterbeschäftigungs-Umlage (früher: Winterbau-Umlage) aufgebracht. Die Umlage beträgt insgesamt 2,0 % vom Bruttoarbeitslohn und wird gemeinsam vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanziert. Bundesrahmenvertrags für das Baugewerbe (BRTV-Baugewerbe) finanziert.
Die Umlage teilt sich wie folgt auf:
  • Arbeitgeberanteil 1,2 % und
  • Arbeitnehmeranteil 0,8 %.
jeweils von der Bruttolohnsumme.
Der Arbeitnehmer kann seinen Beitrag im Rahmen des Lohnsteuer-Jahresausgleichs als Werbungskosten geltend machen.
Der Arbeitgeberanteil ist bei der Ermittlung des Kalkulationslohns als Bestandteil im Zuschlagsatz für die Lohngebundenen Kosten in Zeile 1.2 in den ergänzenden Preisblättern (alt EFB-Preis) 221 und 222 nach dem Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2017) zu berücksichtigen.
In der Musterrechnung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e. V. zur Bestimmung des Zuschlagsatzes für die Lohnzusatzkosten wird die Winterbeschäftigungsumlage unter der Tz. 2.2.1.10 angesetzt und in Höhe von 1,2 % berücksichtigt. Eine individuelle Prüfung kann mit Bezug auf die verbindliche Höhe der Umlage entfallen.
Diese Baubetriebe sind zur Zahlung der Umlage verpflichtet. Einbezogen sind nur die gewerblichen Arbeitnehmer, auch geringfügig beschäftigte Gewerbliche. Von den Angestellten und Polieren wird keine Umlage erhoben, da sie auch keinen Anspruch auf die Leistungen aus der Förderung des Winterbaus haben. Bemessungsgrundlage ist grundsätzlich die Bruttolohnsumme, auf deren Grundlage auch die Beiträge zur Umlage an die Sozialkassen der Bauwirtschaft für Unternehmen im Geltungsbereich des BRTV-Baugewerbes abgeführt wird.
Die Winterbeschäftigungs-Umlage ist monatlich zu zahlen und immer am 15. des Folgemonats fällig, beispielsweise für den Lohnabrechnungszeitraum März am 15. April. Die Abführung ist zusammen mit der Umlage zu den Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA) vorzunehmen. Kommt der Arbeitgeber der Zahlung nicht terminlich nach bzw. in Verzug, so können die rückständigen Umlagebeträge im Verwaltungsvollstreckungsverfahren beigetrieben werden.
Die umlagepflichtigen Bauunternehmen haben andererseits aber auch die Möglichkeit, sich nachträglich die abgeführte Winterbeschäftigungs-Umlage erstatten zu lassen, die sie für im Ausland eingesetzte gewerbliche Arbeitnehmer gezahlt haben. Daraus ableitend haben die auf Baustellen im Ausland tätigen Arbeitnehmer auch keinen Anspruch auf Saison-Kurzarbeitergeld oder andere Leistungen der Winterbauförderung.
Im Dachdecker- und Gerüstbauerhandwerk sowie im Garten- und Landschaftsbau, die nicht zum Geltungsbereich nach BRTV-Baugewerbe zählen, gilt ebenfalls eine Winterbeschäftigungs-Umlage und zwar:
  • für das Dachdeckerhandwerk seit 1. Januar 2013 eine Umlage gesamt von 2,0 % mit einem Arbeitgeber-Anteil von 1,2 % und Arbeitnehmeranteil von 0,8 %,
  • für das Gerüstbauerhandwerk seit dem 1. Januar 1998 von 1,0 %, wobei die Arbeitgeber die gesamte Umlage allein tragen,
  • im Garten- und Landschaftsbau seit 1. April 2007 von 1,85 % mit dem Arbeitgeber-Anteil von 1,05 % und einem Arbeitnehmeranteil von 0,8 %.
Der Arbeitnehmeranteil wird aus versteuertem Einkommen des gewerblichen Arbeitnehmers finanziert. Die Finanzverwaltung erkennt daher den Finanzierungsbeitrag des Arbeitnehmers als Werbungskosten an.
Aus der Winterbeschäftigungs-Umlage werden die Sozialaufwandserstattung, das Mehraufwands-Wintergeld (MWG) sowie das Zuschuss-Wintergeld (ZWG) finanziert.
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Baunachrichten zu Winterbeschäftigungs-Umlage

BAU 2007 - Steigen mit der gefühlten Zuversicht auch die Baupreise? -Vom potentiellen Konjunkturkiller Mehrwertsteuererhöhung hört man derzeit wenig. Dagegen scheint der milde Januar die Konjunktur Warmzuhalten. Und der Bau arbeitet durch. Mit der neuen Winterbeschäftigungsumlage 2006/07 zur Vermeidung der Winterarbeitslosigkeit haben kleinere Bauausführende Firmen nicht wie gewohnt vor Weihnachten ihre Mitarbeiter in den Winterschlaf entlassen. Dies zahlt sich nun aus. Die zahlreichen Auftragseingänge vom Herbst und manche neue werden flexibel, je nach Wetterlage abgearbeitet.
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Begriffs-Erläuterungen zu Winterbeschäftigungs-Umlage

Als Winterbauumlage galt allgemein eine Umlage, die von den Bauunternehmen monatlich erfolgt und zum Ausgleich von Mehraufwendungen für die Beschäftigung im Winter dienen sollte. Ab 1. Mai 2006 trate ...
Bei der Förderung des Winterbaus werden für die Bezieher von Saison-Kurzarbeitergeld die Beiträge zur Sozialversicherung (Sozialaufwand) dem Unternehmen erstattet und zwar für gewerbliche Arbeitnehme ...
Jährlich jeweils vor dem Winter wird vom Zentralverband für das Deutsche Baugewerbe e. V. ein „Winterbau-Merkblatt“ herausgegeben. Enthalten sind detaillierte Aussagen zur Winterbauförderung alsFör ...
Lohnausgleich ist für die gewerblichen Arbeitnehmer im Baugewerbe letztmalig in der Winterperiode 2005/2006 gezahlt worden, und zwar in der Zeit vom 24.12. bis 26. 12. sowie für den 31.12. und 01.01. ...

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