Buchhaltung / Rechnungswesen

Abschlussprüfung

§§ 316 ff. im Handelsgesetzbuch (HGB) schreiben vor, dass und wie der Jahresabschluss und der Lagebericht von Kapitalgesellschaften, die nicht kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 HGB (im allgemeinen bis 50 Beschäftigte als ein von mindestens 2 Kriterien) sind, zu prüfen sind. Diese Abschlussprüfung ist Voraussetzung für die Feststellung eines Jahresabschlusses. Das gilt gleichermaßen auch für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht.
Von mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften sind die Jahresabschlussdokumente und der Lagebericht durch einen autorisierten Abschlussprüfer (in der Regel ein Wirtschaftsprüfer) zu prüfen. Der Prüfer ist durch die Gesellschafter bereits vor Ablauf des Geschäftsjahres zu wählen. Der Umfang der Prüfung hat sich auf die Buchführung, den Jahresabschluss (Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und Anhang) und den Lagebericht zu beziehen. Die Prüfung selbst ist eine Gesetzmäßigkeits- und Ordnungsmäßigkeitsprüfung und gilt nicht der Geschäftsführung.
Beim Lagebericht ist nur zu prüfen, ob er auch im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und keine widersprechenden Zahlen enthält. Die Geschäftsführung hat dem Prüfer die Unterlagen aussagefähig vorzulegen und notwendige Auskünfte zu erteilen. Der Prüfer wird über das Prüfungsergebnis schriftlich berichten.
Die Anforderungen an den Prüfungsbericht sind im § 321 HGB vorbestimmt. Vorrangig ist festzustellen, ob die vorgelegten Unterlagen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht wurden. Ist dies der Fall, kann der Prüfer einen Bestätigungsvermerk nach den Anforderungen und Aussagen in § 322 HGB erteilen. Bei Einwendungen müsste der Prüfer den Vermerk einschränken oder evtl. versagen und dies begründen. Das Prüfungsergebnis erhalten die Gesellschafter, die den Jahresabschluss feststellen müssen. Danach kann die Geschäftsführung entlastet werden.
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