Buchhaltung / Rechnungswesen

Ansparabschreibung

Die Ansparabschreibung konnte für bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffung bzw. Herstellung bis 2007 erfolgen.
Die Ansparabschreibung war eine steuerbegünstigte Rücklage für die Anschaffung von neuen, beweglichen Wirtschaftsgütern, z. B. Baumaschinen, LKW u. a., zur Förderung kleiner und mittlerer Betriebe sowie von Existenzgründern (vgl. § 7g Abs. 3 Einkommensteuergesetz). Die Rücklage darf höchstens 40 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des begünstigten Wirtschaftsgutes betragen, das bis zum Ende des zweiten auf die Bildung der Rücklage folgenden Geschäftsjahres angeschafft wird. Die Rücklage mindert den Gewinn im Jahr der Bildung und ist steuerfrei. Sie ist wieder aufzulösen, wenn für die Anschaffung Abschreibungen erfolgen dürfen oder spätestens zum Ende des zweiten Jahres, wenn die Investition nicht getätigt wurde.
Mit Anwendbarkeit ab 17. August 2007 (Tag der Gesetzesveröffentlichung) wurde die Ansparabschreibung wesentlich verändert, betreffend gleichfalls Baumaschinen und Geräte. Weitere Verbesserungen erfolgten in der ab 1. Januar 2016 geltenden Fassung des § 7g im EStG, erläutert unter Investitionsabzugsbetrag.
15.04.2016
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