Lohn / Tarif / Rente

Arbeitszeitschuld

Eine Arbeitszeitzeitschuld kann resultieren aus der Arbeitszeitflexibilisierung, wenn die betriebliche Arbeitszeitverteilung über einen zwölfmonatigen Ausgleichszeitraum erfolgt. Grundlage liefert der § 3 Nr. 1.4 im Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV-Baugewerbe) für die Arbeitszeit der gewerblichen Arbeitnehmer und Poliere nach § 3 Nr. 1.3 im Rahmentarifvertrag für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes (RTV-Angestellte) verfahren werden, wenn deren Tätigkeit unmittelbar mit derjenigen der gewerblichen Arbeitnehmer in Verbindung steht, beispielsweise beim Einsatz auf Baustellen.
Die Arbeitsschuld der Arbeitnehmer darf innerhalb von 12 Kalendermonaten zu keinem Zeitpunkt 30 Arbeitsstunden überschreiten. Diese Arbeitszeitschuld ist auf dem individuellen Arbeitszeitkonto des Arbeitsnehmers nachzuweisen. Nach 12 Monaten soll die Schuld ausgeglichen sein. Besteht zum Ende des Ausgleichszeitraums noch eine Zeitschuld, so ist diese in den folgenden Ausgleichszeitraum zu übertragen und in diesem auszugleichen. Scheidet der Arbeitnehmer aus dem Unternehmen aus, so ist die Schuld auszugleichen.
14.11.2015
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