Lohn / Tarif / Rente

Arbeitszeitschuld

Eine Arbeitszeitzeitschuld kann resultieren aus der Arbeitszeitflexibilisierung, wenn die betriebliche Arbeitszeitverteilung über einen zwölfmonatigen Ausgleichszeitraum erfolgt. Regelungen hierzu liefern für Betriebe im Bauhauptgewerbe der:
Danach darf die Arbeitsschuld der Arbeitnehmer innerhalb von 12 Kalendermonaten zu keinem Zeitpunkt 30 Arbeitsstunden überschreiten. Die Arbeitszeitschuld ist auf dem individuellen Arbeitszeitkonto des Arbeitnehmers nachzuweisen. Diese Stunden kann der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer im Ausgleichszeitraum nacharbeiten lassen. Nach 12 Monaten soll die Schuld ausgeglichen sein. Besteht zum Ende des Ausgleichszeitraums noch eine Zeitschuld, so ist diese in den folgenden Ausgleichszeitraum zu übertragen und in diesem auszugleichen. Scheidet der Arbeitnehmer aus dem Unternehmen aus, so ist die Schuld auszugleichen.
Für einige weitere Gewerke im Baugewerbe - wie für gewerbliche Arbeitnehmer im Dachdecker-und Gerüstbaugewerbe und im Maler- und Lackierhandwerk - bestehen eigenständige Regelungen zur Arbeitszeitflexibilisierung und daraus ggf. folgend Minusstunden als Arbeitszeitschuld, z. B. für Maler- und Lackierer auch maximal 30 Arbeitsstunden.
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