Steuern

Bauerrichtungskosten bei Grunderwerbsteuer

Wird ein Bauerrichtungsvertrag zeitlich nach dem Kaufvertrag zum Grundstück sowie nach Festsetzung der Grunderwerbsteuer geschlossen, können Finanzbehörden nach der Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BHF) vom 25. Januar 2017 im Wege der Änderung der ursprünglichen Steuerfestsetzung die Bauerrichtungskosten zusätzlich zu den Kosten für den Erwerb des Grundstücks mit Grunderwerbsteuer belasten.
Von Bedeutung dabei ist es, ob der Grundstückserwerber beim Kauf nach Art und Weise bzw. des "Ob" oder "Wie“ der Bebauung gebunden ist. Trifft dies zu, so wird nach Aussagen des BHF das "erworbene Grundstück“ erst dann in bebautem Zustand erworben, wenn auch der Bauerrichtungsvertrag geschlossen ist". Damit wird klargestellt, dass bei einem vorliegenden unmittelbaren Zusammenhang von vertraglichem Grundstückskauf und Bauerrichtung das zunächst "unbebaute" Grundstück rückwirkend bei Grundstückskauf zu einem "bebauten" Grundstück wird. Folglich wären dann die Baukosten zu den Kosten für den Grundstückskauf zuzurechnen und bei der Festsetzung der Grunderwerbsteuer zu berücksichtigen, sowie daraus ableitend eine ursprüngliche Steuerfestsetzung nur für das Grundstück nachträglich zu korrigieren.
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