Baugeräte / Vorhaltung / BGL

Bereitstellungsgeräte

Als Bereitstellungsgeräte - oft auch als Bereitschaftsgeräte bezeichnet - gelten im Allgemeinen jene Baumaschinen und Geräte, die für:
  • den betrieblichen Ablauf auf der Baustelle ständig vorhanden sein müssen oder
  • mehrere Teilleistungen benötigt werden.
Das betrifft beispielsweise Turmdrehkrane, Baustellen-Container, Baustromverteiler, Kreissägen u. a. Sie sind notwendig bei der Vorbereitung einer Baustelle und für einen vielseitigen Einsatz auf der Baustelle. In diesem Sinne sind sie für die Baustelleneinrichtung (BE) erforderlich und ihr zugeordnet. Im Gegensatz dazu kommen die Leistungsgeräte in der Regel nur für bestimmte, genau abgrenzbare Teilleistungen zum Einsatz.
Die Gerätekosten für die Bereitstellungsgeräte werden in Abhängigkeit von der Anwesenheitsdauer auf der Baustelle und nicht mit Bezug auf ihre unmittelbar technologisch bedingte Einsatzzeit errechnet. Die Bestimmung kann für die betriebseigenen Baumaschinen und Geräte auf Grundlage der Baugeräteliste (BGL) 2015 erfolgen. Die danach berechneten Vorhaltekosten für die Dauer auf der Baustelle werden mit einer "Innerbetrieblichen Verrechnung - IbV" den Baustellen bzw. dem betreffenden Bauauftrag im Rahmen der Baustellenabrechnung belastet. Sofern diese Geräte von Dritten angemietet werden, sind die Mietkosten der Baustelle zuzuordnen.
Im Rahmen der Baukalkulation rechnen die Gerätekosten für die Bereitstellungsgeräte allgemein zu den Baustellengemeinkosten (BGK), da sie nicht direkt, sondern indirekt über eine Verrechnungsbasis den Einheitspreisen (EP) für die Teilleistungen zugeordnet werden. Demgegenüber zählen die Gerätekosten für die Leistungsgeräte zu den Einzelkosten der Teilleistungen (EKT).
Bei der Ausschreibung von Bauaufträgen wird im Rahmen eines Leistungsverzeichnisses (LV) werden immer öfter Teilleistungen für die Baustelleneinrichtung unmittelbar als Normalpositionen ausgeschrieben, obgleich die BE eine " Nebenleistung " nach DIN 18299 Abschnitt 4.1 in der VOB/C darstellt. Sind folglich die Einsätze von Bereitstellungsgeräten in der BE direkt ausgeschrieben, dann sind auch dafür die Gerätekosten direkt als EKT zu bestimmen und dem EP für die betreffende Teilleistung zuzuordnen.
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Bereitstellungsgeräte"

DIN-Norm
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Diese Norm legt die allgemeinen Vertragsbedingungen fest, die für Trockenbauarbeiten bezüglich der Baustoffe, der Ausführung, der Haupt- und der Nebenleistungen sowie der Abrechnung gelten.Diese Norm gilt für raumbildende Bauteile des Ausbaus, die in...
- DIN-Norm im Originaltext -

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