Lohn / Tarif / Rente

Betriebliche Altersversorgung-Bau

Die betriebliche Altersversorgung stellt eine Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung dar. Weitere Ergänzungen sind die private Vermögensbildung sowie Lebensversicherungen. Die betriebliche Altersversorgung umfasst das Versprechen einer Leistung zum Zwecke der Versorgung. Der Anspruch auf Versorgung setzt voraus
  • ein auslösendes Ereignis, z. B. Alter, Invalidität, Tod,
  • die Zusage aus dem Arbeitsverhältnis gegenüber dem Arbeitnehmer.
Die überbetriebliche Altersversorgung für die Beschäftigten im Baugewerbe erfolgt seit 1957 als größtenteils umlagefinanziertes System und umfasst nur den Geltungsbereich des Tarifgebietes Westdeutschland und Berlin-West einschließlich der Betriebe im Land Berlin, die Betonwaren, Betonfertigteile und Betonstein einschließlich Terrazzowaren herstellen.
Im Ergebnis der Tarifrunde 2014 einigten sich die Tarifvertragsparteien für die Bauwirtschaft über eine neue überbetriebliche Altersversorgung, die seit 1. Januar 2016 auf Grundlage des "Tarifvertrags über eine zusätzliche Altersversorgung im Baugewerbe (TZA Bau) vom 5. Juni 2014 und der Fassung vom 10. Juni 2016" in Kraft ist. Ab 1. Januar 2016 sind die neuen Regelungen im TZA-Bau heranzuziehen, und zwar für die Tarifrente-Bau auch für die Beschäftigten im Tarifgebiet-Ost, Berlin-Ost sowie für die Auszubildenden. Für die Rentenbeihilfen bleibt es bei der Gewährung an Arbeitnehmer im Tarifgebiet-West und Berlin-West sowie für Arbeitnehmer, die dort bereits vor dem 1. Januar 2016 im Baugewerbe beschäftigt waren und am Stichtag bereits das 50. Lebensjahr vollendet haben.
Kernstück der neuen Regelungen sind die Leistungen im Rahmen der Tarifrente-Bau für die Tarifgebiete Deutschland insgesamt. Verfolgt werden als Ziele, ab 2016 alle Beschäftigten im Baugewerbe einzubeziehen, die Altersversorgung über die ebenfalls veränderte Finanzierung von der bisher umlagen- auf eine beitragsfinanzierte Finanzierung zukunftssicherer zu gestalten und damit eine attraktive Zusatzrente für die Beschäftigten langfristig sicherzustellen.
Für die Beschäftigten im Baugewerbe umfasst die betriebliche Altersversorgung folgende Zusatzversorgungen :
Die Finanzierung der Altersversorgung-Bau erfolgt über die Umlage für ZVK im Sozialkassenbeitrag an die Sozialkassen der Bauwirtschaft ab 1. Januar 2016 für die gewerblichen Arbeitnehmer in Höhe von 3,8 % (ab 1. Januar 2018 von 3,2%) im Tarifgebiet-West sowie Berlin-West sowie in Höhe von 0,6 % (ab 1. Januar 2017 von 0,8 % und ab 1. Januar 2018 von 1,0 %) im Tarifgebiet-Ost sowie Berlin-Ost.
Zusatzversorgungsbeiträge sind auch für Angestellte und Auszubildende abzuführen, und zwar für:
  • Angestellte in 2016 und 2017 von monatlich 79,50 € im Tarifgebiet-West und Berlin-West sowie in 2018 von monatlich 67,00 €,
  • Angestellte in 2016 bis 2018 von monatlich 25,00 € im Tarifgebiet-Ost und Berlin-Ost,
  • gewerblich, technisch und kaufmännisch Auszubildende bundesweit in 2016 bis 2018 von monatlich 20,00 €.
In den Kalkulationsansätzen für die Angebotskalkulation findet die Umlage Berücksichtigung in den Lohnzusatzkosten (Sozialkosten) in der Ermittlung des Kalkulationslohns sowie auch in den Gehaltszusatzkosten.
Vom Arbeitgeber sind die an die ZVK-Bau abgeführten Beiträge in der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung zu bescheinigen.
Für die Leistungsgewährung der Altersversorgung seit 1. Januar 2016 die gemeinsamen Bestimmungen nach § 21 im TZA-Bau, erläutert unter Gewährung der Altersversorgung-Bau. Die Leistungen erfolgen durch die ZVK-Bau auf Antrag und Vorlage von Nachweisen.
Die Leistungsansprüche aus der überbetrieblichen Altersversorgung dürfen weder verpfändet noch abgetreten werden. Seit 1. Januar 2016 gilt ein Verfügungsverbot nach § 23 TZA-Bau, wonach sie nicht vererblich sind und auch nicht übertragen, beliehen, veräußert, abgetreten oder verpfändet werden dürfen. Die Inanspruchnahme eines Rückkaufwertes ist ebenfalls ausgeschlossen.
07.08.2016
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