Jahresabschluss / HGB

Bilanzpolitik

Bilanzpolitik ist Erfolgsbeeinflussung im Rahmen der handels- und steuerrechtlichen Bandbreiten bei der Bewertung der aktiven und passiven Bilanzpositionen. Die Gläubiger des Bauunternehmens müssen vor einer Täuschung durch zu hohe Bewertung der Vermögensposten geschützt werden (Gläubigerschutz). Ebenso muss aber auch im Interesse des Steueraufkommens eine zu niedrige Bewertung verhindert werden. Darin ist der Zielkonflikt der Bilanzpolitik zu sehen. Zur Lösung ist das bilanzpolitische Instrumentarium zu nutzen, beispielsweise im Unternehmen durch:
  • Beeinflussung zur Darstellung sowie bei der Bewertung von Sachverhalten, evtl. durch Nutzung von Wahlrechten in den Dokumenten zum Jahresabschluss wie Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV),
  • Verbesserung der Kapitalstruktur, insbesondere zum Eigenkapital,
  • eine gesicherte Ergebniserwirtschaftung,
  • Einflussnahme auf die Liquidität sowohl kurzfristig als auch längerfristig,
  • Beeinflussung auf vertretbare Ausschüttungen bzw. Dividenden an die Gesellschafter,
  • Erreichung eines wohlwollenden Verhaltens der Gläubiger und Adressaten der Dokumente des Jahresabschlusses gegenüber dem Unternehmen.
Notwendige Erkenntnisse für die unternehmerische Bilanzpolitik lassen sich aus der Bilanzanalyse ziehen.
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