Zinsen

EURIBOR

Der EURIBOR als "Euro Interbank Offered Rate" ist der Leitzinssatz des Euro-Währungsraumes für auf Euro laufende Kredite mit einer Laufzeit von einer Woche bis 12 Monaten, der täglich aus den Angaben einer Gruppe ausgewählter europäischer Banken (sogenannten Panel-Banken, umfassend in Deutschland u. a. die Deutsche Bank, Commerzbank u. a. mit hoher Kreditwürdigkeit) bestimmt wird, und zwar täglich 11.00 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) mit Mitteilung an die beteiligten Banken.
Der EURIBOR wurde mit der Währungsunion 1999 als ein Marktzinssatz eingeführt. Seine Höhe leitet sich maßgebend aus dem Angebot und der Nachfrage ab. Er nimmt auch Einfluss auf verschiedene andere Bankprodukte wie Swaps, Zinstermingeschäfte u. a. Selbst bis hin zu den Sparkonten und Hypotheken (als Zinsreferenzwert zuzüglich einem Zuschlag) kann er als Grundlage herangezogen werden, vorrangig auch von den Banken zur Festlegung ihrer eigenen Zinsen.
Der EURIBOR wird in verschiedenen Zinssätzen bestimmt, und zwar mit Bezug auf fünf (früher 15) unterschiedlich lange Laufzeiten, beginnend von 1 Woche bis 12 Monate. Zum Stand 06. August 2021 betrug der EURIBOR beispielsweise für 1 Woche = ./. 0,566 %, für 1 Monat = ./. 0,561 % (im Vergleich EURIBOR - 1 Monat zum 1. Oktober 2020 = ./. 0,548 %) und für 3 Monate = ./. 0,541 % (im Vergleich EURIBOR - 3 Monate zum 1. Oktober 2020 = ./. 0,523 %) sowie für 6 Monate = ./. 0,524 % und 12 Monate = ./. 0,501 %.
Die historischen und jeweils aktuellen Zinssätze können unter www.global-rates.comeingesehen werden.
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