VOB A

Freihändige Vergabe nach höheren Auftragsgrenzen

Freihändige Vergaben können bei nationalen Ausschreibungen im Unterschwellenbereich nach § 3a Abs. 3 im Abschnitt 1 (Basisparagrafen) in der VOB Teil A (2019) bis zu einem Wert von maximal 10.000 € als Auftragswert (ohne Umsatzsteuer) erfolgen. Abweichend von diesem Wert kann für Bauleistungen zu Wohnzwecken seit Anwendung der VOB/A -2019 ab 1. März 2019 befristet bis zum 31. Dezember 2021 eine Freihändige Vergabe bis zu einem Auftragswert (ohne Umsatzsteuer) von 100.000 € vorgenommen werden.
Den Bundesländern war es in den vergangenen Jahren erlaubt, durch Erlasse bzw. Bekanntmachungen höhere Auftragsgrenzen (als 10.000 € und ohne Bezug auf Bauleistungen zu Wohnzwecken) für die Landes- und kommunalen Bereiche über 2010 hinaus festzulegen, teils fortführend danach und teils zeitlich unbegrenzt. Die Wertgrenzen sind in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Folgende Auftragsgrenzen für kommunale Auftraggeber sind in folgenden Bundesländern bekannt:
Baden- Württemberg20.000 €Beschaffungsstellen Kommunen seit 01.01.2012 bis 21.12.2018
Bayern30.000 €Beschaffungsstellen Kommunen seit 01.07.2011
Berlin20.000 €
50.000 €
Hochbauleistungen
Übrige Gewerke
Beschaffungsstellen Land seit 11.02.2015
Brandenburg20.000 €
100.000 €
Beschaffungsstellen Bund
Beschaffungsstellen Kommunen
seit 01.01.2011
Bremen50.000 €ÖAG im Land Bremen seit 30.04.2016
Hamburg100.000 €seit 01.01.2013
Hessen100.000 €je Fachlos
seit 01.07.2013
Mecklenburg-Vorpommern200.000 €Dienststellen des Landes und der Kommunen seit 01.01.2017
Niedersachsen:25.000 €seit 26.02.2014
Nordrhein-Westfalen100.000 €Beschaffungsstellen Kommunen
seit 01.01.2012
Sachsen25.000 €seit 14.03.2013
Schleswig- Holstein100.000 €seit 14.11.2013
Thüringen50.000 €seit 14.10.2014
Bei abweichenden Auftragsgrenzen von der VOB/A gilt jedoch zu gewährleisten, dass die in § 3a Abs. 3 im Abschnitt 1 der VOB/A (2019) angeführten Zulässigkeitsvoraussetzungen für eine freihändige Vergabe auch gegeben sind.
09.04.2019
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