VOB A

Inhalt von Angeboten

Der Auftraggeber bestimmt, in welcher Art und Weise, nach welchem Inhalt und in welcher Form die Angebote einzureichen sind. Erfolgt eine Ausschreibung nach der VOB, dann muss ein Angebot nach § 13 Abs. 1, Nr. 3 und 4 VOB, Teil A sowie analog bei Bauaufträgen oberhalb der Schwellenwerte nach § 13 EG im Abschnitt 2 sowie bei Baumaßnahmen der Verteidigung und Sicherheit nach § 13 VS im Abschnitt 3 der VOB/A die geforderten Preise und die geforderten Erklärungen und Nachweise enthalten.
Für Öffentliche Aufträge sei auch auf die Anforderungen im Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2008 - Aktualisierung 2012) im Formblatt 211 – Aufforderung zur Abgabe eines Angebots – verwiesen. Grundsätzlich ist der Auftraggeber verpflichtet, die Anforderungen an den Inhalt der Angebote bereits in den Vergabeunterlagen anzugeben.
Als spezielle Aspekte sind zu beachten:
  • Dem Bieter ist es nicht erlaubt, Änderungen in den Vergabeunterlagen vorzunehmen. Seine Eintragungen müssen zweifelsfrei sein. Für die Angebotsabgabe können die Bieter aber eine selbstgefertigte Abschrift oder Kurzfassung des Leistungsverzeichnisses (LV) benutzen. Sie müssen dann aber den vom Auftraggeber in der Ausschreibung verfassten Wortlaut des LV im Angebot als allein verbindlich anerkennen.
  • Ist ein Bieter ein präqualifiziertes Unternehmen, so ist auf die Vorlage einer Reihe von Unterlagen zu verzichten. Der Bieter hat aber im Angebotsschreiben die Nummer anzugeben, unter der es in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen (Präqualifizierungsverzeichnis) eingetragen ist.
  • Sollen auch noch Proben oder Muster beigestellt werden, dann müssen sie als zum Angebot gehörig gekennzeichnet sein.
  • Weicht die anzubietende Leistung von den vorgesehenen technischen Spezifikationen ab, dann ist vom Bieter die Abweichung im Angebot eindeutig zu kennzeichnen und die Gleichwertigkeit der abweichenden Spezifikation nachzuweisen.
  • Werden vom Auftraggeber Nebenangebote zugelassen, dann müssen sie vom Bieter auch als solche deutlich gemacht und an der vom Auftraggeber in den Vergabeunterlagen bezeichneten Stelle aufgeführt werden.
  • Gleichfalls können Preisnachlässe, soweit sie ohne Bedingungen gewährt werden sollen, an einer vom Auftraggeber vorbezeichneten Stelle angegeben werden.
  • Erfolgen Angebote durch Bietergemeinschaften, dann haben sie mit Bezug auf § 13 Abs. 5 VOB/A die beteiligten Mitglieder bzw. Bauunternehmen und aus diesen einen bevollmächtigten Vertreter für evtl. erforderliche Aufklärungen und einen möglichen Abschluss eines Vertrages zu benennen.
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Baupreislexikon
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