Bauwerke

Kosten im Ingenieurbau

Grundlage bildet die DIN 276- Kosten im Bauwesen mit ihrem speziellen Teil 4: Ingenieurbau der Ausgabe August 2009. Dieser Teil beschränkt sich auf die spezifischen Festlegungen zum Ingenieurbau. Er gilt für Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen, insbesondere für die Ermittlung und die Gliederung von Kosten. Sie erstreckt sich auf die Kosten für den Neubau, den Umbau und die Modernisierung von Ingenieurbauwerken sowie die damit zusammenhängenden projektbezogenen Kosten. Nutzungskosten sind nicht Gegenstand der Norm.
Die Kostengliederung richtet sich nach den Kostengruppen in der DIN 276-1. Die Kosten insgesamt ergeben sich als Summe aus allen 7 Kostengruppen.
Der Teil 4 der DIN 276 beschränkt sich für den Ingenieurbau auf die Darstellung der Kostengruppen
  • 300 Bauwerk-Baukonstruktionen und
  • 400 Bauwerk-Technische Anlagen
in der Untergliederung bis zur 3. Kostenebene.
Für die Kostengruppen 100 „Grundstück“, 200 „Herrichten und Erschließen“, 500 „Außenanlagen“, 600 „Ausstattung und Kunstwerke“ sowie 700 „Baunebenkosten“ gilt DIN 276-1. Soweit diese Formulierungen den Hochbau betreffen, sind sie sinngemäß für den Ingenieurbau anzupassen.
Die Kostengruppen 220 und 230 sind beim Ingenieurbau nur dann anzuwenden, wenn die Erschließungsmaßnahmen nicht selbst ein eigenständiges Objekt sind, für das die Kosten des Bauwerkes ermittelt werden. Dies gilt sinngemäß auch für die Kostengruppe 500 von DIN 276-1.
Soweit es die Umstände des Einzelfalls zulassen oder erfordern, können die Kosten vorrangig ausführungsorientiert gegliedert werden, indem bereits die Kostengruppen der ersten Ebene der Kostengliederung nach ausführungs- oder gewerkorientierten Strukturen unterteilt werden. Dies entspricht der 2. Ebene der Kostengliederung. Hierfür können die Gliederung in Leistungsbereiche entsprechend dem Standardleistungsbuch für das Bauwesen (STLB-Bau - Dynamische Baudaten) und dem Standardleistungskatalog (STLK) für den Straßen- und Brückenbau oder andere ausführungs- bzw. gewerkorientierte Strukturen angewendet werden.
Im Falle einer solchen ausführungsorientierten Gliederung der Kosten ist eine weitere Unterteilung, z. B. in Teilleistungen, erforderlich, damit die Leistungen hinsichtlich Inhalt, Eigenschaften und Menge beschrieben und erfasst werden können. Dies entspricht der 3. Ebene der Kostengliederung. Auch bei einer ausführungsorientierten Gliederung sollten die Kosten in Vergabeeinheiten geordnet werden.
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Kosten im Ingenieurbau"

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