Baubetrieb/Bauunternehmen

Organigramm

Ein Organigramm ist die Darstellung der Aufbauorganisation eines Bauunternehmens in Form eines Strukturplans. Die Übersicht eines Organigramms veranschaulicht ein Beispiel für eine Bau-GmbH.
Zu den einzelnen Bereichen folgende Bemerkungen:
Die Unternehmensleitung hat folgende Aufgaben zu erfüllen:
  • Bestimmung der Unternehmensziele und -politik für das Gesamtunternehmen einschließlich der Steuerung und Kontrolle,
  • Akquisition und Kontaktpflege zu den Partnern,
  • innerbetriebliche Organisation, Ablauforganisation und Führung der Mitarbeiter.
Im technischen Bereich erfolgt vordergründig die Angebotsbearbeitung und Kalkulation, die technische und technologische Vorbereitung der Angebote und erhaltenen Bauaufträge und gegebenenfalls die Nachkalkulation der übergebenen Bauwerke. Kalkulation und Arbeitsvorbereitung sind objektspezifisch und erfordern klar formulierte Aufgaben. Mängel müssen vor allem in der Arbeitsvorbereitung vermieden werden, z. B. bei der Bauablaufplanung, Schalungsplanung, Geräteeinsatzplanung, Zusammenstellung von Baukolonnen u. a.
Im kaufmännischen Bereich sind vielseitige Aufgaben zu realisieren. Sie werden je nach Betriebsgröße mehr oder weniger aufgefächert sein. Kernstück ist die gesamte Abrechnung des Unternehmens, wobei es sich dabei um immer wiederkehrende Vorgänge handelt, die zugleich im umfangreichen Maße anfallen.
Die eigentliche Baudurchführung erfolgt auf den Baustellen als Orte der Leistungserstellung. Untergliederungen sind weiterhin nach Gewerken der Bauhaupt- und Ausbauleistungen bis hin zu einzelnen Bauarbeiten möglich, vor allem dann, wenn in einem Bauunternehmen nicht komplette, schlüsselfertige Bauleistungen, sondern nur Teilleistungen an Objekten erbracht werden.
Zur reibungslosen Baudurchführung auf den Baustellen gehört eine gute Unterstützung mit Hilfsleistungen und gegebenenfalls Ergänzungen mit Nebenleistungen. Erstere werden im Allgemeinen nur für die eigenen Baustellen durchgeführt und folglich nicht gegenüber dem Bauherrn, sondern innerbetrieblich zu Lasten der Baustellen bei Inanspruchnahme verrechnet. Im Gegensatz dazu werden die Nebenleistungen oft oder überwiegend auch für Dritte ausgeführt.
Die Organisation des Bauunternehmens muss sich nicht immer nach den Funktionen richten, sie kann durchaus auch personell bedingt sein, besonders in kleineren Baubetrieben und bei Bauhandwerkern. Dann liegt eine personenorientierte Aufbauorganisation vor. Meistens wird sie dann bevorzugt, wenn eine Arbeitskraft durch den ihr zugewiesenen Aufgabenbereich nicht ausgelastet ist und ihr dann mehrere Aufgabenbereiche zugewiesen werden. Das gilt im Allgemeinen für den Baustellenkaufmann/die Baukauffrau, die in ihrer Person und Funktion zugleich die vielfältigsten kaufmännischen Aufgabengebiete vereinen und oft auch für mehrere Baustellen auszuführen haben. Am besten ist es, wenn sich Funktions- und Verantwortungsbereiche decken. Für eine größere Baustelle liegt eine solche Identität mit einem Bauleiter und einem Baukaufmann/einer Baukauffrau als Verantwortliche oft vor.

Beispiel: Übersicht eines Organigramms

Organigramm - Beispiel für eine Bau-GmbH
16.04.2016
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