Baukalkulation / Angebot / Nachträge

Rechtzeitig vorliegende Angebote

Zur Angebotseröffnung sind grundsätzlich bei Öffentlichen Aufträgen alle Angebote mit Bezug auf § 14 Abs. 2 im Abschnitte 1 der VOB/A zugelassen, die dem Verhandlungsleiter bei Öffnung des ersten Angebots vorliegen. Sofern kurzfristig noch Angebote eingereicht bzw. vorgelegt werden, sind diese zur Eröffnung einzubeziehen. Vom Auftraggeber ist in den Vergabeunterlagen anzugeben, wo bzw. an welcher Stelle die Angebote vorzulegen sind. Das betrifft nicht nur die Adresse, sondern auch den Raum für die Angebotseröffnung. Auch bei der elektronischen Einreichung von Angeboten ist der rechtzeitige Eingang bei der als zuständig bezeichneten Stelle von den Bietern zu sichern.
Ein Angebot, das nachweislich vor Ablauf der Angebotsfrist dem Auftraggeber zugegangen war, aber bei der Öffnung des ersten Angebots aus vom Bieter nicht zu vertretenden Gründen dem Verhandlungsleiter bei Eröffnung nicht vorgelegen hat, ist mit Bezug auf § 14 Abs. 6, Nr. 1 VOB/A wie ein rechtzeitig vorliegendes Angebot zu behandeln. Den Bietern ist dieser Sachverhalt unverzüglich mitzuteilen und dieses Angebot mit allen Angaben in der Niederschrift oder in einem Nachtrag aufzunehmen.
Analoge Regelungen gelten auch für EU-weite Ausschreibungen und Bauaufträge oberhalb der Schwellenwerte nach § 14 EG Abs. 2 bis 6 im Abschnitt 2 sowie nach § 14 VS Abs. 2 bis 6 im Abschnitt 3 der VOB/A für Baumaßnahmen der Verteidigung und Sicherheit.
30.04.2016
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