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Rentenversicherung

Rentenversicherung
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Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist eine Alterssicherung für die abhängig Beschäftigten im Bauunternehmen, ein Zweig innerhalb des Systems der Sozialversicherung, insbesondere auf Grundlage des Sechsten Buches des Sozialgesetzbuches (SGB) VI. Sie ist gesetzlich geregelt und wird durch ein Umlageverfahren und mit freiwilligen Beiträgen finanziert. Der Anspruch auf eine Rente wird durch Beiträge entsprechend der Versicherungspflicht oder einer freiwilligen Versicherung erworben.
Der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt im Jahr 2021 = 18,60 % wie bereits im Vorjahr. Er soll weitere Jahre nicht über 20 % steigen. Der Beitrag ist je zur Hälfte = 9,30 % vom Bauunternehmen als Arbeitgeber sowie vom Arbeitnehmer zu tragen.
Für das Jahr 2021 erhöht sich jedoch die Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung in:
  • Deutschland-West auf 85.200 € (2020 = 82.800 €) im Jahr und 7.100 € (2019 = 6.900 €) monatlich,
  • Deutschland-Ost auf 80.400 € (2020 = 77.400 €) im Jahr und 6.700 € (2020 = 6.450 €) monatlich.
Für den Beitrag zur Arbeitszeit, die durch Kurzarbeit entfällt, ist ein um 20 % gekürztes fiktives Arbeitsentgelt heranzuziehen. Der Beitrag ist allein vom Arbeitgeber zu leisten.
Bei einer geringfügigen Beschäftigung besteht auch für die Minijobs seit 2013 eine Rentenversicherungspflicht, die der sozialen Absicherung der Minijobber dienen soll. Von den Minijobbern bei einem Verdienst von monatlich bis 450 € ist die Differenz zwischen den vom Arbeitgeber zu tragenden Rentenversicherungsbeitrag von 15 % und dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung von 18,6 % zu übernehmen, praktisch 3,6 %. Die Mindestbemessungsgrundlage bei Wahl der Rentenversicherungspflicht beträgt in 2021 = 175,00 € und der Mindestbeitrag monatlich 32,55 €. Wird dies jedoch vom Minijobber nicht gewünscht, so kann er sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Die Pflicht entfällt bei Altersrentnern.
Für Beschäftigte mit Arbeitsentgelten in der Gleitzone für Midijobs (ab 450,01 € monatlich) stieg die Einkommensgrenze, ab der die vollen Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen sind, seit 1. Juli 2019 von 850 € auf 1.300 € (als Grenze des "Übergangsbereichs" anstelle der früheren Gleitzone) mit Änderung im § 20 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) IV. Die Sozialabgaben werden im Übergangsbereich nach einer speziellen Berechnungsformel (Gleitzonenfaktor in 2021 von 0,7509 gegenüber 2020 = 0,7547) konkav angepasst. Rentenentgeltpunkte für Beitragszeiten aus der Beschäftigung im Übergangsbereich werden seit 1. Juli 2019 aus dem erzielten und nicht aus dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt ermittelt, sodass geringere Rentenansprüche aus der verminderten Bemessungsgrundlage des Beitrags vermieden werden sollen.
Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zählen im Bauunternehmen zu den gesetzlichen Sozialkosten. Sie sind folglich ebenfalls Bestandteil der Lohnzusatzkosten (im Speziellen der lohngebundenen Kosten) der gewerblichen Arbeitnehmer sowie Gehaltszusatzkosten der Angestellten und Poliere. Sie werden als Lohn- und Gehaltskosten mit im Baupreis kalkuliert.
In den Musterberechnungen für die Berechnung eines Zuschlagsatzes für die Gehaltszusatzkosten wurde der Anteil von Angestellten, deren Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, in Bauunternehmen in Deutschland-Ost bisher mit 0 % angesetzt, für Deutschland-West von 2,5 % für Angestellte sowie 0 % für Poliere.
Für die Angestellten in Deutschland-West wäre dann bei hälftigem Anteil für die vom Unternehmen zu tragenden Kosten ein Satz anzusetzen in Höhe von:
(18,60 % x 97,50 %)
(2 x 100 %)
= 9,07 % für Angestellte und
(18,60 % x 100,00 %)
(2 x 100 %)
=9,30 % für Poliere.
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