Steuern

Reverse Charge Verfahren

Als Reserve Charge Verfahren wird die Umkehr der Steuerschuldnerschaft nach § 13b Umsatzsteuergesetz (UStG) für die Umsatzsteuer verstanden bzw. dafür als synonyme Bezeichnung verwendet. Es kommt für Bauleistungen dann zur Anwendung, wenn durch einen Bauunternehmer Bauleistungen für einen anderen Unternehmer erbracht werden, der selbst Bauleistungen erbringt. In 2014 erfolgten mit Bezug auf rechtliche Entscheidungen und gesetzliche Regelungen wechselnde Aussagen zur Verfahrensweise.
Mit Wirkung ab 1. Oktober 2014 gelten die Bestimmungen zur Neufassung des § 13b im UStG (in Verbindung mit dem Kroatiengesetz (in BGBl. 2014, Teil I, S. 1266 ff. und speziell in Artikel 8)) wieder in der Aussage der bis 14. Februar 2014 gültigen Rechtslage. Dabei kommt es ab 1. Oktober 2014 nicht mehr darauf an, ob der Bauleistungsempfänger auch die Bauleistung selbst für die erbrachte Bauleistung verwendet.
Verwiesen wird auf die Erläuterungen unter dem Begriff Steuerschuldnerschaft für Bauleistungen. Sie gelten sinngemäß auch bei Gebäudereinigungsleistungen zur Steuerschuldnerschaft bei Gebäudereinigung.
Ab 1. Oktober 2014 wurde die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers auch auf Lieferungen von Edelmetallen und unedlen Metallen ausgeweitet, betreffend in der Bauwirtschaft beispielsweise Waren aus Eisen oder Stahl für Bewehrungen im Stahlbetonbau, Kupfer, Zink, Zinn u. a.
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