Rechtsformen/ ARGE

Schlussbilanz der ARGE

Ist die Schlussrechnung der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) vom Auftraggeber anerkannt worden, lässt sich ein vorläufiges Endergebnis ermitteln. Es kann danach noch verändert werden, beispielsweise nach Auflösungen zu Kostenabgrenzungen, nach Erfüllung von Mängelansprücheverpflichtungen u. a.
Unabhängig davon hat die Kaufmännische Geschäftsführung der ARGE die vorläufige Schlussbilanz aufzustellen und den Gesellschaftern vorzulegen. Die ARGE-Musterverträge sehen im § 8.6 eine Frist von einem Monat vor, wenn keine längere Frist durch die Aufsichtsstelle bestimmt wird.
Die vorläufige Schlussbilanz ist inhaltlich identisch mit der Vermögensübersicht der ARGE sowie ergänzend mit dem ARGE-Übersichtsblatt, die bei Notwendigkeit mit Einzelaussagen zu ergänzen wären. Da das Übersichtsblatt auch kumulative Aussagen liefert, sagt es zum Schluss auch über den Erfolg der ARGE aus. Ebenfalls weicht die Bewertung der einzelnen Positionen nicht von jenen in den monatlichen Übersichten ab.
Die endgültige Schlussbilanz kann erst dann aufgestellt werden, wenn alle Geschäftsvorfälle der ARGE abgewickelt sind. Nach Übertragung aller Aktiva und Passiva werden evtl. verbleibende Überschüsse ausgezahlt und anschließend das Bankkonto der ARGE aufgelöst.
Durch die Gesellschafter können Einsprüche nur schriftlich mit Begründung innerhalb von drei Monaten nach der Zustellung erhoben werden. Nach der Feststellungswirkung ist die Bilanz abschließend und endgültig. Sollten noch kleinere Forderungen oder Verbindlichkeiten offen sein, wird in der Regel durch die Kaufmännische Geschäftsführung die weitere Überwachung und evtl. später außerhalb der ARGE-Buchhaltung die Abrechnung mit den Gesellschaftern vorgenommen.
Eine spezifische Bilanzform ist die ARGE-Auseinandersetzungsbilanz.
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