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Schwarzbuch Bauwirtschaft

Der Bauindustrieverband Ost (BIVO als Fusion der vorherigen Verbände Berlin-Brandenburg und Sachsen/Sachsen-Anhalt) hat bereits eine jahrelange Tradition mit der Herausgabe von "Schwarzbüchern Bauwirtschaft". In früheren Auflagen wurde vorrangig aufgezeigt, welchen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Bauunternehmen ausgesetzt sind.
Die Auflage 2017 befasste sich mit "Fallstricken bei der öffentlichen Auftragsvergabe". Bauunternehmen beklagten Mängel bei der Vergabe und Abwicklung öffentlicher Bauaufträge. Am Beispiel von Praxisfällen wurden noch bestehende Mängel sowie Forderungen und ggf. mögliche Lösungswege zur Optimierung der Vergabe und Durchführung von öffentlichen Bauvorhaben aufgezeigt. Im Mittelpunkt der Betrachtungen standen solche Themen wie Ausschreibungskosten, Qualität der Ausschreibungsunterlagen, Beziehungen zu BIM, Wertungskriterien und nicht immer Berücksichtigung des wirtschaftlichsten Angebots, schleppende Nachtragsbearbeitung und alternative Streitbeilegung.
Die Ausgabe mit dem Titel "Bürokratiebelastung in der Bauwirtschaft (August 2018)" lieferte eine repräsentative Umfrage in Bauunternehmen des Verbandes. Beleuchtet wurden ausgewählte Problemfelder wie Praxisferne von Regelungen, Länge der Bearbeitungszeiten, Vergabeverfahren, Behinderungen des unternehmerischen Handelns, ferner der personelle und finanzielle Aufwand u. a.
Auf S. 23 wird ausgesagt, dass das in Bauunternehmen in irgendeiner Form mit der Erledigung bürokratischer Aufgaben befasste Personal ca. 21 % am Gesamtpersonal und stündlich 13,8 Minuten bzw. 23 % von der Gesamtarbeitszeit umfasst. Daraus ableitend wurde die Verringerung der Bürokratie gefordert, zugleich aber auch Lösungsvorschläge für die politische Umsetzung aufgezeigt.
Die neueste Ausgabe befasst sich mit der "Zukunft der Fachkräftesicherung in der Bauwirtschaft (Juni 2019)". Beschrieben werden nicht nur die aktuelle Fachkräftesituation in den Bauunternehmen auf Grundlage einer Verbandsumfrage, sondern auch Prognosen zum zukünftigen Bedarf und Wege der Fachkräftesicherung. Aus Sicht des Bauhauptgewerbes stellt sich die Situation für die Sicherung der Stammbelegschaften in ihren verschiedenen Qualifikationen in den Unternehmen für die nächsten Jahre am problematischsten bei den gewerblichen Arbeitnehmern dar, gefolgt von den Bauingenieuren.
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