Lohn / Tarif / Rente

Sommerarbeitszeit im Baugewerbe

In Unternehmen des Baugewerbes kann die Wochenarbeitszeit und daraus abgeleitete tägliche Arbeitszeit im Baugewerbe unterschiedlich in der Sommer- und Winterzeit vorgesehen werden, wenn Rahmentarifverträge darüber Aussagen treffen.
Für das Bauhauptgewerbe leitet sich die Sommerarbeitszeit für die gewerblichen Arbeitnehmer aus § 3 im Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV-Baugewerbe) ab, zugleich analog geltend für Angestellte und Poliere nach § 3 Nr. 1.1 des "Rahmentarifvertrags für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes (RTV-Angestellte)", wenn deren Tätigkeit unmittelbar in Verbindung mit derjenigen der gewerblichen Arbeitnehmer steht.
Danach beträgt in den Monaten April bis November des Jahres die wöchentliche Arbeitszeit 41 Stunden (abweichend von der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Kalenderjahr von 40 Stunden sowie von 38 Stunden in der Winterarbeitszeit im Baugewerbe) mit der regelmäßigen werktäglichen Arbeitszeit montags bis donnerstags von 8,5 Stunden und freitags 7 ausschließlich der Ruhepausen.
In anderen Gewerken, für die nicht der BRTV-Baugewerbe und RTV-Angestellte maßgebend sind, wird die Winterarbeitszeit nach den jeweiligen eigenständigen Rahmentarifverträgen bestimmt.
Nach § 3 im "Rahmentarifvertrag-Dachdeckerhandwerk" beträgt:
  • die Sommerarbeitszeit wöchentlich 40,0 Stunden in der Zeit von der 18. bis 49. Kalenderwoche,
  • die regelmäßige werktägliche Arbeitszeit montags bis freitags von 8,0 Stunden.
Im Gerüstbaugewerbe beträgt nach § 3 Abs. 2.2 im "Rahmentarifvertrag für das Gerüstbauhandwerk":
  • die Sommerarbeitszeit insgesamt 31 Wochen unmittelbar anschließend an die Winterarbeitszeit, beginnend mit einem Montag im April des Jahres,
  • die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit 40 Stunden mit einer
  • werktäglichen Arbeitszeit (ausschließlich von Ruhepausen) montags bis freitags von 8 Stunden.
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