VOB A

Übermittlung der Vergabeunterlagen

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Die Vergabeunterlagen sind Bewerbern zu öffentlichen Ausschreibungen in geeigneter Form unverzüglich zu übermitteln. Unterschiede bestehen zu den Anforderungen bei öffentlichen Baumaßnahmen in der VOB Teil A zwischen:
  • nationalen Ausschreibungen im Unterschwellenbereich nach den §§ 11 und 11a sowie 12a im Abschnitt 1 sowie
  • EU-weiten Ausschreibungen bei Erreichen der Schwellenwerte nach §§ 11a und 12a EU im Abschnitt 2 und
  • Ausschreibungen zu verteidigungs- und sicherheitsspezifischen Baumaßnahmen nach §§ 11, 11a und 12a VS im Abschnitt 3 der VOB/A.
Zu den Anforderungen werden unter Versand der Vergabeunterlagen detailliertere Aussagen getroffen.
Die Vergabeunterlagen sind den Bewerbern elektronisch zur Verfügung zu stellen. Von den Auftraggebern ist in der Bekanntmachung der Ausschreibung oder in den Vergabeunterlagen auszusagen, auf welchem Weg die Kommunikation erfolgen soll.
Die Übermittlung ist am zweckmäßigsten durch elektronischen Abruf über eine Internetadresse, die vom Auftraggeber in der Bekanntmachung anzugeben ist. Unter dieser Adresse können die Bewerber dann die Vergabeunterlagen unentgeltlich, uneingeschränkt, vollständig und direkt abrufen. Die Bieter übermitteln dann ihre Teilnahmeanträge in Textform und Angebote mittels elektronischer Mittel. Bei erhöhten Anforderungen an die Sicherheit kann die Kommunikation auch mit einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur vorgesehen werden. Speziell zu den Anforderungen an die elektronischen Mittel sei auf Erläuterungen unter Geräte für elektronische Vergabe verwiesen.
Im Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2017, Stand 2019) ist in den Richtlinien 121/122 unter Tz. 3 vermerkt, dass die Vergabeunterlagen „ab Absendung der Auftragsbekanntmachung unentgeltlich, uneingeschränkt, vollständig und direkt elektronisch abrufbar anzubieten“ sind. Enthalten die Vergabeunterlagen evtl. schutzwürdige Daten, so ist deren Schutz durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten.
Ist es nicht möglich, von den für die Preisermittlung wesentlichen Unterlagen Vervielfältigungen anzufertigen, können diese auch in ausreichender Weise zur Einsicht noch ausgelegt werden. Vom Auftraggeber sind jedoch die Namen der Bewerber, die Einsicht in die Unterlagen genommen haben, geheim zu halten. Erbitten Bewerber weitere zusätzliche sachdienliche Auskünfte über die Vergabeunterlagen, so sind diese Auskünfte allen Bewerbern in gleicher Weise zu erteilen.
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Übermittlung der Vergabeunterlagen"

DIN-Norm
Ausgabe 2019-09
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- DIN-Norm im Originaltext -

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