Steuern

Vorsteuer

Ein Unternehmen hat das Recht, von den Eingangsrechnungen seiner Lieferanten, Vermietern, Nachunternehmern u.a. die bezahlte Umsatzsteuer von seiner Umsatzsteuerschuld (Traglast) als „Vorsteuer“ abzuziehen. Dann wird vom Vorsteuerabzug gesprochen. Damit wird gesichert, dass die Vorleistungen für das Unternehmen umsatzsteuerfrei bleiben, sofern:
  • die ausgewiesenen Eingangsleistungen auf den Eingangsrechnungen auch für entsprechende Ausgangsumsätze erforderlich sind,
  • in den Eingangsrechnungen eine eindeutige Leistungsbeschreibung ersichtlich ist und
  • weitere heranzuziehende Unterlagen wie Verträge und Lieferscheine die Leistung aussagefähig bezeichnen.
Letztlich wird damit maßgebend, dass mit dem Absatz der Leistungen im Unternehmen nur die Wertschöpfung, d.h. der geschaffene Mehrwert, der Umsatzsteuer unterliegt. Im Umsatzsteuergesetz (UStG) werden in § 15 die Einzelheiten geregelt.
Den Zusammenhang verdeutlicht die unten folgende Abbildung.

Schema zur Ermittlung der Zahllast bei Vorsteuerabzug

Vorsteuer-Schema
Bild: © f:data GmbH
16.08.2015
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Vorsteuer"

DIN-Norm
Ausgabe 2016-09
Diese Norm legt die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen fest. Diese Bedingungen enthalten u. a. Angaben zur Art und zum Umfang der Leistungen, zur Haftung der Vertragsparteien, zu Vertragsstrafen, zu Mängelansprüchen ...
- DIN-Norm im Originaltext -

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Abrechnungseinheit: St
Weitere Leistungsbeschreibungen:
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