Investition/Finanzierung des Baubetriebs

Wechselkredite

Wechselkredite treten als Diskontkredite und Akzeptkredite auf.
Beim Diskontkredit wird dem Wechselinhaber Geld zur Verfügung gestellt und damit Kredit gewährt, indem eine Bank noch nicht fällige Wechsel ankauft und den Barwert unter Abzug eines Zinses (Diskont) für die Restlaufzeit abzieht. Die Laufzeit beträgt maximal 6 Monate. Der Diskont als Zinskondition ist in der Regel niedriger als bei anderen kurzfristigen Krediten, die Diskontspesen als Bankmarge betragen gewöhnlich max. 1 % des Nominalbetrages, zusätzlich zum 3-Monats-Euribor. Folglich kann und wird der Diskontkredit "billiger" gegenüber dem Kontokorrentkredit sein. Gewöhnlich wird er dem Unternehmen auch nur zu einem Teil auf die Gesamtkreditlinie angerechnet, so dass der Finanzierungsspielraum größer ist.
Beim Akzeptkredit akzeptiert die kreditgebende Bank einen von ihren Kunden ausgestellten und auf die Bank gezogenen Wechsel. Der Kunde erhält in diesem Fall zunächst kein Bargeld, sondern einen Wechsel. Die Bank stellt damit ihre Kreditwürdigkeit zur Verfügung. Der Bauunternehmer (als Kunde) kann den Wechsel wieder bei seiner Hausbank, aber auch bei einer anderen Bank diskontieren (einlösen) oder ggf. sogar als Zahlungsmittel einsetzen. Mit einem Akzeptkredit kann die Bank dem Unternehmen einen "teuren" Kontokorrentkredit in einen "billigen" Wechselkredit umtauschen. Die Laufzeit ist im Regelfall 6 Monate. Als Sicherheiten werden wiederum bankübliche Sicherheiten gefordert. Eine "Blanko"-Ausreichung sollte angesprochen werden.
Grundlage für Wechsel liefert das Wechselgesetz, das strenge Vorschriften (z. B. zur Ausstellung, zur Haftung, zum Wechselprozess u. a.) vorschreibt.
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