Bauleistungen

Gewässeranlage

Landschaftsbauarbeiten rund um Gewässeranlagen wie Seen, Teiche und Wasserläufe umfassen das Neu-Anlegen, Ausbauen oder die Renaturierung und Sicherung derselben. Dabei reichen die Bauleistungen beim Anlegen von Gewässeranlagen vom Errichten des Erdplanums, also der Bearbeitung der Oberfläche des Unterbaus mit zu realisierenden Merkmalen wie Ebenheit und Neigung, über die Abdichtung mit Naturbaustoffen, das Einbringen und Befestigen von Dichtungsbahnen als Sauberkeitsschicht, das Einbauen der Vegetationstragschichten - sowohl im Wasser als auch im Uferbereich -, bis zur Füllung des Gewässers.
Bei der Renaturierung von Wasserläufen geht es vor allem darum, Bäche und Flüsse wieder in ihre ursprünglichen nicht begradigten Betten zu bringen, damit die Strömungsgeschwindigkeit und Überschwemmungsgefahr zu verringern und auch die ursprüngliche Flora und Fauna zu reaktivieren. Dazu werden z. B. gezielt Störsteine und –bäume im Wasserlauf platziert. Renaturierungs-Maßnahmen aber auch Neuanlagen von Gewässern werden von den Naturschutzbehörden häufig als Auflage zur Kompensation eines Eingriffs in die Natur (z. B. bei der Errichtung von Windkraftanlagen) gefordert.
Gewässeranlage mit Zufluss
Gewässeranlage mit Zufluss Bild: © Franz Peter Rudolf, Fotolia.com
Bei der Sicherung von Gewässern geht es u.a. um die Uferbefestigung z. B. mittels Vegetationsfaschinen und Halmbepflanzung (Gräser und Schilf) oder bei fließenden Gewässern um die Verminderung von Erosion der Gewässersohle u.a. durch den Einbau von Sohlgleiten mit Geovlies und Schüttsteinen. Zudem dient der Bau von Sohlgleiten häufig auch der Renaturierung, nämlich immer dann, wenn Sohlschwellen, die ebenfalls eine Tiefenerosion verhindern, aber für z. B. Fische unüberwindbare Hindernisse darstellen, durch Sohlgleiten ersetzt werden.
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Gewässeranlage"

Ausgabe 2023-12
Diese Norm ist anwendbar für Planung, Bemessung, Bau und Unterhaltung von Sicherungen in und an oberirdischen Gewässern und Küstendünen einschließlich des Tidebereiches von Flüssen sowie Oberflächensicherungen von Deichen und Stauhaltungsdämmen, für ...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
Dieses Dokument ist anwendbar für Planung, Bemessung, Bau und Unterhaltung von Sicherungen in und an oberirdischen Gewässern und Küstendünen einschließlich des Tidebereiches von Flüssen sowie Oberflächensicherungen von Deichen und Stauhaltungsdämmen,...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
Synonyme sind Blocksatz und Steinpackung.Ziel ist die Sicherung steiler Böschungen, Ufer und Böschungsfüße bei starker hydraulischer Beanspruchung.Beschreibung: Die Sicherung erfolgt mit mauerwerksartig aufgesetzten, unbearbeiteten Steinen in unregel...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
Ziel ist die Fußsicherung von Böschungen. Ebenfalls werden Faschinenwalzen als Widerlager für Bodeneinbau und zur Strömungslenkung im Gewässer eingesetzt.Beschreibung: Frische, biegsame Reisigruten werden v-förmig zusammengelegt, so dass im Kern der ...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
6.8.6.1 GrundsätzeZiel: Flechtwerke werden zur Böschungsfußsicherung von geringer Höhe an kleinen Wasserläufen im Flachland und flachen Hügelland zur Vermeidung von Bodenerosion eingebaut. Ebenso werden Flechtwerke zur Strömungslenkung und zur Wellen...
- DIN-Norm im Originaltext -
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Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
Ziel ist die zusätzliche Sicherung von Sohlen und Böschungen in Verbindung mit anderen Sicherungselementen und zur Festigung von Sohlhöhen und Böschungsneigungen. Siehe auch Steinschwellen, Betonschwellen.Beschreibung: Holzschwellen werden aus Rund- ...
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Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
6.9.4.1 AllgemeinesZiel und Bestandsziele: Ziel ist die Ufersicherung in der Röhrichtzone bei geringen und nicht ständigen mittleren Einwirkungen.An Gewässern werden die folgenden Pflanzengesellschaften zur Ufersicherung verwendet (siehe Tabelle B.5)...
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Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
Synonym ist die Steinstickung.Ziel ist die Sicherung von Böschungen, Ufern und Sohlen (Raubettgerinnen) sowie von Bauwerken.Beschreibung: Das Deckwerk besteht aus hochkant, dicht nebeneinander gesetzten und bei Bedarf verspannten Bruch- oder Betonfor...
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Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
Ziel ist eine flächenhafte Sicherung von Böschungen, Ufern und Sohlen oder eine linienhafte Böschungsfußsicherung oder die punktuelle Sicherung von Bauwerken. Weitere Anwendungen sind Deckwerke bei Auflastfiltern und zum Schutz vor Wühltieren (siehe ...
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Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
Ziel ist die Ufersicherung in Form eines Stützbauwerkes oder als Vorsatzschale zur Verkleidung eines Stützbauwerkes.Beschreibung: Gabionmauern sind Schwergewichtsmauern aus aufeinander gesetzten quaderförmigen Drahtsteinkästen oder Drahtschotterkörbe...
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DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 19657 (2023-12)
Ziel: Pfähle werden in verschiedenen Sicherungsbauweisen als Hauptbaustoff oder als Hilfsbaustoff verwendet.Als Hilfsbaustoff werden Pfähle zum Verankern und Befestigen von z.B. Flechtwerken, Wippen, Faschinen, Steinwalzen, Steinmatten, Rauwehren sow...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm

STLB-Bau Ausschreibungstexte zu "Gewässeranlage"

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STLB-Bau Ausschreibungstext:
Halmpflanzung am Gewässerrand, Schilf, in Einzelreihen, 2 Pflanzen pro Pflanzloch, Pflanzabstand in der Reihe 25 cm....
Abrechnungseinheit: m
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