Ein Gliederheizkörper ist ein Heizkörper, der aus mehreren miteinander verbundenen Rippen oder Gliedern besteht. Heißes Wasser erwärmt sie. Sie geben die Wärme an den Raum ab.
Was ist ein Gliederheizkörper?
Ein Gliederheizkörper ist ein in der Regel wandmontierter Warmwasser-Heizkörper, der aus einzelnen, miteinander verbundenen Gliedern besteht. Durch die Anzahl der Glieder lassen sich seine Größe und Heizleistung anpassen. Er wird mit heißem Heizwasser betrieben und gibt dessen Wärme an den Innenraum ab.
Materialien für Gliederheizkörper
Gliederheizkörper werden u. a. aus Stahlblech, Stahlrohren oder Gusseisen gefertigt; auch Aluminium kommt zum Einsatz. Gusseiserne Modelle waren früher weit verbreitet und werden auch heute noch hergestellt, aber seltener verwendet. Sie sind schwerer als Stahl- oder Aluminiumheizkörper und in ihrer Herstellung aufwendiger.
Aufbau von Gliederheizkörpern
Gliederheizkörper bestehen aus einzelnen, miteinander verbundenen Gliedern. Ein Glied setzt sich je nach Bauart aus zwei oder mehr formgleichen Säulen zusammen. Die Glieder werden an den oben und unten liegenden Naben mit Gewindenippeln wasserführend miteinander verbunden. Die zusammengefügten Glieder bilden den Heizkörper.
Zu den relevanten Größen eines Gliederheizkörpers gehören unter anderem:
Bauhöhe
Die Bauhöhe bezeichnet die Gesamthöhe des Heizkörpers. Je nach Ausführung sind unterschiedliche Bauhöhen erhältlich, z. B. für die Montage unter Fensterbrüstungen.
Nabenabstand
Der Nabenabstand bezeichnet den Abstand zwischen den Mittelpunkten der oberen und unteren Naben. Er richtet sich nach der Bauart und hängt mit der Bauhöhe zusammen.
Bautiefe
Die Bautiefe hängt von der Anzahl der hintereinander gereihten Säulen oder Glieder ab.
Baulänge
Die Baulänge kann durch die Anzahl der aneinandergereihten Glieder angepasst werden.

Ein Gliederheizkörper besteht aus verbundenen Elementen, die Wärme an den Raum abgeben.
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Funktionsweise von Gliederheizkörpern
Das erwärmte Heizwasser durchströmt den Heizkörper vollständig und überträgt seine Wärme an das Material des Heizkörpers. Die Wärme wird sowohl durch Wärmestrahlung als auch durch Konvektion an den Raum übertragen:
Wärmestrahlung
Die erwärmte Oberfläche des Heizkörpers gibt Wärmestrahlung an die umgebenden Flächen und Gegenstände im Raum ab. Insbesondere Gliederheizkörper aus Gusseisen haben eine hohe Wärmespeicherfähigkeit und können auch nach Beendigung der Wärmezufuhr noch Wärme abgeben.
Konvektion
Bei der Konvektion erwärmt die Oberfläche des Heizkörpers die umgebende Raumluft. Die erwärmte Luft steigt auf, während kühlere Raumluft in die Zwischenräume der Glieder nachströmt. Dadurch entsteht eine Luftbewegung, durch die sich die Wärme im Raum verteilt.
Der Heizwasserdurchfluss wird oft über ein Thermostatventil geregelt. So gibt der Heizkörper je nach Bedarf mehr oder weniger Wärme ab. In älteren Heizungsanlagen kann die Regelung auch zentral erfolgen, ohne Thermostatventil am einzelnen Heizkörper.