BW- Kennzahlen

Personalerneuerungsquote

Die Personalerneuerungsquote lässt sich als Quotient von Neueinstellungen im Geschäftsjahr eines Bauunternehmens und der durchschnittlichen Gesamtbeschäftigtenzahl im Geschäftsjahr (oder Kalenderjahr als Zeitraum) berechnen und in Prozent wie folgt darstellen:
Neueinstellungen (Personen im Geschäftsjahr) x 100 %=.....%
Gesamtbeschäftigtenzahl (Personen im Geschäftsjahr)
Die Personalerneuerungsquote lässt sich weiter differenziert bestimmen nach:
  • gewerblichen Arbeitnehmern und fortführend für Vorarbeiter, Spezialfacharbeiter, Facharbeiter, Fachwerker und Werker.
  • technischen und kaufmännischen Angestellten sowie getrennt nach technischen und kaufmännischen Angestellten.
  • Bauaufsichtspersonal auf Baustellen (Bauleiter, Poliere).
Die Personalerneuerungsquote wird in der Praxis oft synonym auch als Fluktuationsquote bezeichnet, als Ausdruck für den Personenwechsel (Zu- und Abgänge) zwischen Unternehmen innerhalb eines Zeitraums (in der Regel eines Geschäfts- oder eines Kalenderjahres). Sie wird in der Regel im Rahmen des Personal-Controlling mit betrachtet und analysiert.
Die Personalerneuerungsquote ist in der Bauwirtschaft relativ hoch. Sie schwankt in den letzten Jahren zwischen 5 % und 8 %, differenziert jedoch nach Bauleistungssparten, Gewerken, Unternehmensgröße u. a. Faktoren. Sie wird auch in den nächsten Jahren noch hoch bleiben, da eine große Anzahl von Beschäftigten aufgrund der Erreichung des Rentenalters die Bauunternehmen verlässt.
Unterschiede gegenüber stationären Industriezweigen resultieren vorrangig aus der geografischen Streuung der Baustellen als Orte der Bauausführung, unter Umständen sehr weit, sogar zum Teil weltweit. Die Beschäftigten wechseln mit den Baumaßnahmen die Orte als "wandernde" Produktionsstätten, oft auch sehr weit entfernt vom Ort bzw. Sitz der Geschäftsleitung.
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