Äquivalenzziffernkalkulation
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Autoren:Dr.rer.oec. habil., Dipl.-Ing.oec. (Bau) Klaus Schiller
unter Mitwirkung von Prof. Dr.rer.oec. habil., Dipl.-Ing.oec. (Bau) Siegmar Kloß
Herausgeber:f:data GmbH Weimar und Dresden
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Die Äquivalenzziffernkalkulation ist eine Sonderform der Divisionskalkulation.
Hierbei werden verschiedene Erzeugnisse über einen Maßstab vergleichbar gemacht. Das am meisten hergestellte oder wichtigste Erzeugnis erhält die Wertigkeit „1“. Für die anderen Erzeugnisse werden Äquivalenzziffern mit Bezug auf das Haupterzeugnis bestimmt. Aus den Kosten für das Haupterzeugnis lassen sich dann die Kosten für die anderen Erzeugnisse über die Äquivalenzziffern ermitteln.
Als Maßstab können herangezogen werden
- die Fertigungszeiten als Stundenaufwand für die Herstellung,
- Wert und Verbrauchsmengen der Hauptstoffe,
- Merkmale der Produktabmessungen,
- Physikalische Größen der einzelnen Erzeugnisse.
Unter "Beispiele" wird die Kalkulationsform an einer ausgewählten Beispiel-Rechnungdemonstriert.
Die Äquivalenzziffernkalkulation hat Bedeutung bei der Kalkulation für die Erzeugnisse in den Nebenbetrieben bzw. Nebenkostenstellen eines Bauunternehmens, z.B. für Erzeugnisse in Betonwerken, Transportbetonmischanlagen, Kies- und Sandgruben sowie in Betrieben der Baustoffindustrie wie Ziegeleien u.a. Dabei entsprechen die einzelnen Erzeugnisse den Kostenträgern. Die Äquivalenzziffernkalkulation kann folglich als spezielle Form der Abrechnung von Kostenträgern angesehen werden.
Beispiele
zu Äquivalenzziffernkalkulation
Beispiel-Rechnung
Das folgende Beispiel soll die Kalkulationsform demonstrieren:
| Erzeugnis
| Betongüte
| Äquivalenz- ziffer
| Produktions- menge (m2)
| Verrechnungs- einheiten
| Gesamt- kosten (€)
| Kosten je m3 in €
|
| 1
| 2
| 3
| 4
| 5
| 6
| 7
|
| A
| C 40
| 1,00
| 3.200
| 3.200
| 171.424
| 53,57
|
| B
| C 16
| 0,80
| 2.000
| 1.600
| 85.712
| 42,86
|
| C
| C 55
| 1,25
| 800
| 1.000
| 53.570
| 67,19
|
| gesamt
| -
| -
| 6.000
| 5.600
| 300.000
| -
|
Aufgabenschritte:
Festlegung der Äquivalenzziffern
Die einzelnen Betongüten werden als Erzeugnisse bzw. Kostenträger über einen Vergleichsmaßstab vergleichbar gemacht. Das am meisten hergestellte Erzeugnis, im Beispiel die Betongüte C 40, erhält die Wertigkeit 1. Für die anderen Betongüten werden Äquivalenzziffern mit Bezug auf das Haupterzeugnis bestimmt.
Ermittlung der Verrechnungseinheiten
Spalte 5 = Spalte 3 x Spalte 4
Bestimmung der Kosten je Verrechnungseinheit (VE)
Ermittlung der Gesamtkosten je Erzeugniseinheit
Spalte 6 = Spalte 5 x Kosten je VE
Ermittlung der Kosten je Erzeugniseinheit
Spalte 7 = Spalte 6 : Spalte 4