Baukonstruktion

Erdungseinrichtung

Erdungseinrichtungen oder auch Erdungsanlagen dienen der Ableitung von Blitzschlägen in das Erdreich, sodass Schäden durch Blitzströme an Gebäuden, Anlagen, Geräten verhindert werden und auch der Mensch keine Gefahr läuft vom Blitz getroffen zu werden. Sie sind innerhalb von Blitzschutzanlagen der letzte Bestandteil nach Fangeinrichtung und Blitzableiter.
Die Erdungseinrichtungen sind direkt an den Blitzableiter angeschlossen. Es werden Fundamenterdungen, Tiefenerdung, Flächenerdung und natürliche Erdung unterschieden.
Während die Fundamenterdung, die ein Gebäude oder eine Anlage vollständig isoliert, gleich beim Legen des Fundaments verlegt wird, können Tiefen- und Flächenerdung auch später noch eingebaut werden. Natürliche Erdungen dagegen sind leitfähige Bauteile, die bereits gebaut sind und einem anderen Zweck dienen, aber auch als Erdung verwendet werden können. Das sind z. B. Konstruktionselemente aus Beton mit Stahlarmierung bei Hochspannungsmasten.
Tiefenerdungen sind tief in die Erde getriebene meist verzinkte und angespitzte Stahlstäbe, die die Blitzenergie tief ins Erdreich ableiten. Sie können beim nachträglichen Bau von Blitzschutzanlagen als alternative Erdung zu einer Fundamenterdung dienen. Auch Flächenerdungen können nachträglich gebaut werden. Sie leiten die Blitzenergie über große Flächen ins Erdreich ab. Sie werden mindestens 50 cm tief im Boden verlegt. Im dort feuchten Erdreich können der Erdungswiderstand geringgehalten und die Korrosion des Erders aufgrund des luftdichten Abschlusses minimiert werden.
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Erdungseinrichtung"

Ausgabe 2023-06
Diese Norm legt Anforderungen an die Planung, Ausführung und Dokumentation von Erdungsanlagen mit oder ohne kombinierter Potentialausgleichsanlage für Gebäude fest.Für diese Norm ist das Gremium NA 005-09-85 AA "Elektrische Anlagen in Wohngebäuden" i...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
4.1 Funktionen von Erdungsanlagen Die Erdungsanlage nach diesem Dokument muss dauerhaft einen ausreichenden elektrischen Kontakt zur Erde herstellen. Dabei ist die vom Auftraggeber bzw. Anschlussnehmer vorgegebene Lebensdauer des Gebäudes zu berücksi...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
Abhängig von den baulichen Gegebenheiten, bzw. der vorherrschenden Bodenart, kann die Errichtung einer bestimmten Erderart für die notwendige Erdfühligkeit nicht ausreichend sein. In diesen Fällen können Erder nach Abschnitt 6.2, Abschnitt 6.3, Absch...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
5.1 Allgemeines, Anforderungen und Auswahlkriterien Die Erdungsanlage muss nach den folgenden Kriterien ausgewählt werden: Berücksichtigung der geplanten bautechnischen Ausführung des Fundaments wie in Anhang E beschrieben; Sicherstellung der Einhalt...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
Bei Erdungsanlagen in einem Gebäude mit mehreren Netzanschlüssen (siehe Bild 18) oder einer gemeinsamen Erdungsanlage für mehrere Gebäude, z.B. Reihenhäuser oder Doppelhäuser (siehe Bild 19 und Bild 20), ist bei einer gemeinsamen Bodenplatte eine kom...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
Bei teilunterkellerten Gebäuden ist darauf zu achten, dass sowohl für den unterkellerten als auch den nichtunterkellerten Teil eine gemeinsame Erdungsanlage zu errichten ist (siehe Bild 15). Die Anforderungen an die Erdung der nicht unterkellerten Be...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
Dieses Dokument legt Anforderungen an die Planung, Ausführung und Dokumentation von Erdungsanlagen mit oder ohne kombinierter Potentialausgleichsanlage für Gebäude fest.ANMERKUNG Dieses Dokument enthält keine Forderung nach Errichtung von Erdungsanla...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
Direkt im Erdreich verlegte Erder nach Abschnitt 6.2 bis Abschnitt 6.4 sind im frostfreien Bereich erdfühlig zu errichten.Frostfrei bedeutet, abhängig von der geographischen Lage, eine Mindestverlegetiefe im Bereich von 50 cm bis 1 m. ... Unter Erdfü...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
Stab-/Tiefenerder haben den Vorteil, dass sie in größeren Tiefen in Erdschichten liegen, deren spezifischer Widerstand im Allgemeinen geringer ist als in oberflächennahen Bereichen.Vor dem Einbringen von Stab-/Tiefenerdern ist zu überprüfen, dass der...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
Bei felsigen Untergründen, oder mit vielen Ver- und Entsorgungsleitungen, oder mit Altlasten, insbesondere Kampfmitteln, kann es sinnvoll sein, Strahlenerder einzusetzen.Die Mindestzahl der Strahlenerder ist abhängig von der Grundfläche des Fundament...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Auszug im Originaltext aus DIN 18014 (2023-06)
Einzelfundamente dienen der Ableitung punktförmiger Lasten (Punktfundamente), wie z.B. Stahlstützen oder Betonträger von Hallen, aber auch der Befestigung darauf aufgesetzter elektrischer Betriebsmittel z.B. Ladesäulen.Aufgrund der bautechnischen Aus...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm

STLB-Bau Ausschreibungstexte zu "Erdungseinrichtung"

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STLB-Bau Ausschreibungstext:
Erdung als Fundamenterder DIN 18014, DIN EN IEC 62561-2 (VDE 0185-561-2), aus nichtrostendem Stahl, Fl 30, einschl. Abstandhalter in vorh. Fundamentgraben zum bauseitigen Einbetonieren, Anschlussfahne wird gesondert vergütet....
Abrechnungseinheit: m
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