Baubetrieb/Bauunternehmen

ROI (Return on Investment)

ROI gestattet als Kennzahlensystem eine hierarchische Analyse der Rentabilität in folgender Form:
Eigenkapitalrentabilität = Umsatzrentabilität x Kapitalumschlag
Dabei wird die Eigenkapitalrentabilität zunächst in 2 Einflussfaktoren aufgespalten und zwar in die
  • Umsatzrentabilität (auch als Gewinnrate bezeichnet) und
  • den Kapitalumschlag.
Beide sind multiplikativ miteinander verbunden, und zwar unter Einbeziehung der Gesamtleistung als dritter Einflussfaktor neben Jahresüberschuss und Eigenkapital.
Aus der Verknüpfung sind verschiedene Tendenzen bzw. Entscheidungsorientierungen ableitbar:
  • Soll beispielsweise die Eigenkapitalrentabilität gehalten werden, so wäre bei rückläufiger Umsatzrentabilität zu versuchen, den Kapitalumschlag zu erhöhen.
  • Ist andererseits eine höhere Gesamtleistung auf Grund der Marktsituation nicht möglich, bliebe die konsequente Senkung der Kosten zur Sicherung des Jahresüberschusses bzw. die Einflussnahme auf weitere Schwerpunkte wie Bestandsabbau u. a.
Die betriebswirtschaftliche Literatur und Praxis kennt und verwendet unterschiedliche Kennzahlensysteme, jeweils bezogen auf eine andere Größe als Spitze der Kennzahlenpyramide.
Bei der Analyse wird allgemein davon ausgegangen, dass die Kapitalrentabilität als Ziel des Unternehmens wichtiger als die Gewinnmaximierung als absolute Größe ist. Analytisch ist weiterhin besonders den Faktoren nachzugehen, die auf die Höhe der Kapitalrentabilität Einfluss haben. Dabei zeigt die Umsatzrentabilität (Gewinnrate) bei nachfolgender Aufspaltung die verschiedenen Kosteneinflussfaktoren auf. Damit ist eine systematische Analyse der Haupteinflussfaktoren des Unternehmensergebnisses möglich.
Vorteile einer solchen Betrachtung liegen darin, dass dem Rentabilitätsziel des Unternehmens Rechnung getragen sowie die Analyse einzelner Ergebnisse insgesamt und auch dezentral (z. B. für Baustellen) im Unternehmen möglich ist. Die schrittweise Zerlegung der Rentabilität in ihre Elemente macht die ROI-Kennzahlenhierarchie zu einem aussagefähigen Analysekennzahlensystem, das die speziellen Informationsbedürfnisse der Unternehmensleitung im Hinblick auf das Oberziel decken sollte.

Beispiel: Aufspaltung der Kapitalrentabilität

Die folgende Übersicht vermittelt eine hierarchische Aufspaltung der Kapitalrentabilität als Analyseobjekt stufenweise nach unten.
Hierarchische Aufspaltung der Kapitalrentabilität als Analyseobjekt
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