BW- Kennzahlen

Eigenkapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität berechnet sich folgendermaßen
Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Im Durchschnitt der Bauwirtschaft betrug diese Kennzahl in den letzten Jahren nur ca. 1 bis 5 % (demgegenüber in den 90er Jahren ca. 5 - 13 %) mit einer großen Schwankungsbreite zwischen den einzelnen Bauunternehmen.
Eine hohe Eigenkapitalrentabilität setzt zugleich eine ausreichende Gesamtrentabilität voraus. Eine Steigerung der Eigenkapitalrentabilität, auf die es im Bauunternehmen ja vordergründig ankommt, ist auch durch eine Zunahme der Verschuldung (Zunahme des Fremdkapitals) möglich, wenn der Fremdkapitalzinssatz kleiner als die Rendite für das Eigenkapital ist.
Andererseits muss auch beachtet werden, dass der Gewinn des Bauunternehmens nicht nur durch das Eigenkapital, sondern durch das insgesamt im Unternehmen investierte Kapital erwirtschaftet wird. Eine hohe Eigenkapitalrentabilität setzt zugleich eine ausreichende Gesamtrentabilität voraus.
Eine Steigerung der Eigenkapitalrentabilität, auf die es im Bauunternehmen ja vordergründig ankommt, ist auch durch eine Zunahme der Verschuldung (Zunahme des Fremdkapitals) möglich, wenn der Fremdkapitalzinssatz kleiner als die Rendite für das Eigenkapital ist.
Diese Abhängigkeit wird als Leverage-Effekt bezeichnet. Für den Analysierenden steht die Aufgabe, diese Zusammenhänge aufzuzeigen.
Eine hohe bzw. wachsende Verschuldung ist auch mit höherer Abhängigkeit, der höheren Rückzahlungsbelastung, dem umfangreichen Verlustrisiko durch höheren Zinsaufwand als Fixkosten bei geringerer Beschäftigungslage u. a. verbunden.
Die Kennzahlen der Kapitalrentabilität haben besonders auch Bedeutung als Spitzenkennzahlen in Kennzahlensystemen wie beispielsweise der Rechnung zu ROI (Return on Investment). Danach wird die Eigenkapitalrentabilität zunächst in zwei Einflussfaktoren aufgespalten und zwar in die
  • Umsatzrentabilität (auch als Gewinnrate bezeichnet) und
  • den Kapitalumschlag.
Beide sind multiplikativ miteinander verbunden und zwar unter Einbeziehung der Gesamtleistung als dritter Einflussfaktor neben dem Jahresüberschuss und Eigenkapital. Aus der Verknüpfung lassen sich verschiedene Entscheidungen ableiten. Soll beispielsweise die Eigenkapitalrentabilität gehalten werden, so wäre bei rückläufiger Umsatzrentabilität zu versuchen, den Kapitalumschlag zu erhöhen.
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