Steuern

Überlassung betrieblicher Fahrräder

Überlassung betrieblicher Fahrräder
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Seit 1. Januar 2019 wird die Überlassung von betrieblichen Fahrrädern (einschließlich Elektro- Fahrrädern) auch für die private Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel gefördert und zugleich nach § 3 Nr. 37 im Einkommensteuergesetz (EStG) steuerlich freigestellt. Dies gilt für alle Fahrräder, die kein Kraftfahrzeug im Sinne des § 6 Abs. 1, Nr. 4 im EStG sind. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Vorteile für den Nutzer zusätzlich zur geschuldeten Entlohnung gewährt wird. Damit ist nicht eine Lohn- bzw. Gehaltsumwandlung als Förderung angedacht.
Die Steuerbefreiung war zunächst auf 3 Jahre (bis 2021) befristet und wurde (ableitend aus dem Jahressteuergesetz 2019) bis zum Ablauf des Jahres 2030 verlängert. Wann das betreffende Fahrrad angeschafft wurde, bleibt dafür unerheblich. Die private Nutzung durch den Arbeitnehmer ist dabei nicht als eine private "Nutzungsentnahme" anzusehen, ebenfalls unter Berücksichtigung der Verlängerung bis 2030.
Sollte eine Übereignung des Fahrrads an den Nutzer vorgesehen sein, dann ist die Nutzung nach dem geldwerten Vorteil steuerpflichtig. Ab 1. Januar 2020 ist eine neue Pauschalisierung der Lohnsteuer mit einem Satz von 25 % (analog nach § 40 Abs. 2. Satz 1 im EStG) möglich. Dies wird für den Fall vorgesehen, wenn dem Arbeitnehmer zusätzlich zum geschuldeten Arbeitsentgelt unentgeltlich oder verbilligt ein betriebliches Fahrrad übereignet wird.
Die Steuerbefreiung ist jedoch nicht für Fahrräder vorgesehen, wenn sie verkehrsrechtlich als ein Kraftfahrzeug zu betrachten sind und Geschwindigkeiten über 25 km/h unterstützen. In diesen Fällen ist die Regelung wie für Kraftfahrzeuge hinsichtlich des geldwerten Vorteils aus PKW-Nutzung heranzuziehen.
02.03.2020
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