Abbruch / Abfall / Entsorgung / Recycling

Deponieklasse

Deponien werden in Deutschland nach der am 16. Juli 2009 in Kraft getretenen Deponieverordnung errichtet, betrieben und überwacht. Es werden fünf Deponieklassen unterschieden, die verschiedene Anforderungen an den Betrieb, die Stilllegung und Nachsorge festlegen. Je nach Abfallschlüssel werden Bau- und Abbruchabfälle bestimmten Deponieklassen zugeordnet.
Die Deponieklassen 0 – III sind Oberirdische Deponien.
Bauschuttentsorgung erfolgt auf Deponien der Deponieklasse 0 (Inertdeponien). Hier dürfen "gering belastete mineralische Abfälle" abgelegt werden, die inert sind, also unter den bestehenden Bedingungen keine chemischen Reaktionen (z. B. mit der Luft bzw. Sauerstoff) eingehen. Dazu zählen neben unbelastetem Bauschutt auch unbelastete Böden.
Auf den Deponieklassen I und II werden nicht gefährliche Abfälle mit sehr geringem oder geringem organischen Anteil gelagert. Haus- und Gewerbemüll bilden in diesen Deponieklassen den Hauptanteil.
Die Deponieklasse III ist zum Lagern von gefährlichen Abfällen und muss über eine geologische Barriere von mindestens fünf Metern verfügen sowie zusätzlich mit einem Dichtungskontrollsystem versehen sein.
Bei der Deponieklasse IV handelt es sich um Untertagedeponien, in denen ebenfalls gefährliche Abfälle deponiert werden.
26.12.2015
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