Investition/Finanzierung des Baubetriebs

Grundstück-Zwangsversteigerung

Zweck der Grundstück-Zwangsversteigerung ist Befriedigung des Gläubigers aus der Verwertung eines Grundstücks. Der Art nach ist zu unterscheiden nach
  • Schuldversteigerung zum Zwecke der Zwangsvollstreckung, beispielsweise wegen einer Geldforderung der Bank als Gläubiger gegenüber dem Schuldner und
  • Teilungsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung einer Gemeinschaft, beispielsweise einer Erbengemeinschaft.
Die Zwangsversteigerung setzt das Vorliegen der allgemeinen Vollstreckungsvoraussetzungen wie Titel, Klausel und Zustellung voraus. Weiterhin muss der Schuldner auch Eigentümer oder Erbe des eingetragenen Eigentümers am Grundstück sein.
Mit einem Gebot bei der Versteigerung müssen die Kosten des Zwangsversteigerungsverfahrens gedeckt werden. Daraus leitet sich dann auch die Höhe des Mindestgebots ab. Dabei dürfen aber auch Rechte nicht beeinträchtigt werden, die dem betreibenden Gläubiger im Rang vorgehen.
Copyright bauprofessor.de Lexikon
Herausgeber: f:data GmbH Weimar und Dresden
Die Inhalte dieser Begriffserläuterung und der zugehörigen Beispiele sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetztes ist ohne Zustimmung der f:data GmbH unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle in diesem Werk enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie der f:data GmbH. Sie übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.

Verwandte Fachbegriffe

Zwangsversteigerung von Immobilien
Immobilien als Grundstücke und Gebäude werden zwangsversteigert von den Rechtspflegern eines Amtsgerichts in einem Gerichtssaal. Welche Immobilien an welchen Amtsgerichten zur Versteigerung anstehen, kann im Internet unter www.zvg-portal.de eingesehe...
Zwangshypothek am Grundstück
Zweck der Sicherungshypothek ist die Sicherung der Forderung des Gläubigers durch Eintragung einer Sicherungshypothek am Grundstück des Schuldners im Rahmen einer Immobilarvollstreckung. Daraus folgt zunächst keine Befriedigung des Gläubigers. Er hat...
Immobilarvollstreckung
Die Immobilarvollstreckung ist eine Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen auf Grundlage §§ 866 bis 869 der Zivilprozessordnung (ZPO).Als Gegenstände für die Immobilarvollstreckung gelten Grundstücke bzw. Teile von Grundstücken und Rechten,,...
Mindestgebot
Bei einer Zwangsversteigerung ist nach § 817a der Zivilprozessordnung ein Mindestangebot vorgeschrieben, das mindestens die Hälfte des normalen Verkaufswertes ausmachen soll. Darüber hinaus darf der Zuschlag auch bereits bei weniger als 7/10 des Grun...
Zwangsvollstreckung
Die Zwangsvollstreckung ist ein Verfahren zur Durchsetzung von privatrechtlichen Ansprüchen, das von staatlichen Organen wie Vollstreckungsgerichte und Gerichtsvollzieher vollzogen werden kann. Voraussetzung sind stets ein Vollstreckungstitel sowie d...
Bemessung zur Grunderwerbsteuer
Grundlage für die Bemessung der Grunderwerbsteuer sind die Aussagen in den §§ 8 und 9 im Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG vom 26.02.1997). Danach bemisst sich die Steuer nach dem Wert der Gegenleistung. Ist sie nicht vorhanden oder nicht zu ermitteln,...
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir Cookies. Einige dieser Cookies sind erforderlich für den reibungslosen Ablauf dieser Website, andere helfen uns, Inhalte auf Sie zugeschnitten anzubieten. Wenn Sie auf „ Ich akzeptiere“ klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Individuelle Cookie-Einstellungen Ich akzeptiere