GAEB-Datenaustausch
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Autoren:Dr.rer.oec. habil., Dipl.-Ing.oec. (Bau) Klaus Schiller
unter Mitwirkung von Prof. Dr.rer.oec. habil., Dipl.-Ing.oec. (Bau) Siegmar Kloß
Herausgeber:f:data GmbH Weimar und Dresden
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Das Regelwerk nach GAEB liefert einen Leistungsverzeichnis (LV)-Standard für den ganzheitlichen Datenaustausch zwischen den am Bau Beteiligten. GAEB-Dateien sind strukturierte Dateien, die hard- und softwareneutral in Anwendersoftware wie Ausschreibungs- und Kalkulationsprogramme importiert und exportiert werden können. Für die Angebots-, Auftrags- und Nachtragskalkulation von Bedeutung sind:
- D83 (Angebotsanforderung): Diese Schnittstelle dient dem Austausch von Leistungsverzeichnissen zur Angebotsanforderung zwischen Auftraggeber und Bieter, z.B. zwischen Architekt und Bieter.
- D84 (Angebotsabgabe): Diese Schnittstelle dient dem Austausch von Leistungsverzeichnissen als Angebote zwischen Bieter und Auftraggeber; Datenrückfluss (gewissermaßen als Antwort auf eine D83) mit Bieterpreisen, z.B. zum Architekten zur Angebotsauswertung.
- D85 (Nebenangebot): Diese Schnittstelle dient dem Austausch von Leistungsverzeichnissen als Nebenangebot zwischen Bieter und Auftraggeber; zusätzlicher, das Angebot erweiternder bzw. ergänzender Informationsfluss, z.B. vom Bieter zum Architekten.
- D86 (Auftragserteilung): Diese Schnittstelle dient dem Austausch von Leistungsverzeichnissen als Aufträge zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer; der Bieter wird Auftragnehmer.
Die Übersicht über den elektronischen Datenaustauschunter "Beispiele" liefert einen Überblick.
Die zeitgemäße Version zum Austausch von alphanumerischen Baudaten ist GAEB DA XML 3.0. Diese Schnittstellenbeschreibung wird in der Regel für Bausoftwarelösungen eingesetzt. Kalkulationsprogramme müssen eine GAEB-Datei lesen und verarbeiten können. Mit der PAS 1067 als zweisprachige, öffentlich verfügbare Spezifikation funktioniert auch der Datenaustausch international.
Beispiele
zu GAEB-Datenaustausch
Übersicht Elektronischer Datenaustausch
Elektronischer Datenaustausch
Quelle: f:data GmbH Weimar/Dresden,
Handbuch Praktische Baukalkulation, Kostensicher kalkulieren mit x:bau ®, 2009, Seite 27
Alle zwei Jahre findet die BAU in München statt. Aus unserer Sicht: Deutschlands beste Baumesse. Sie gilt gar als „Weltleitmesse für Architektur, Material, Systeme“. Laut Messe München wurde der alte Besucherrekord von 2009 mit mehr als 10% in 2011 überboten. In der Summe 235.000 Besucher, davon 56.400 aus dem Ausland. Im Vergleich zu 2009 wird deutlich, dass die ausländischen Fachbesucher fast allein diesen Zuwachs bescherten. Und noch etwas ist interessant: 2009 hatten wir die größte Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik. Auf der BAU 2009 war damals nichts zu spüren. Dank Konjunkturprogramm hat die Bauwirtschaft insgesamt die Krise gut überstanden. Mehr der Ausbau, weniger der Rohbau.