Abbruch / Abfall / Entsorgung / Recycling

Arbeitshilfen Recycling

Recycling stellt ein Verwertungsverfahren dar, durch das Abfälle wie Bau- und Abbruchabfälle und weitere Baustellenabfälle wieder zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Für den Zuständigkeitsbereich der Bundesministerien Umwelt und Bau (BMUB) und Verteidigung (BMVg) wurden überarbeitete "Arbeitshilfen Recycling (3. Auflage zum Stand Oktober 2016, Veröffentlichung 05/2017)" sowie fachliche Richtlinien als "Arbeitshilfen Boden- und Grundwasserschutz" herausgegeben. Sie richten sich vor allem an die zuständigen Bauverwaltungen und baufachlich Beteiligte wie Architekten, Ingenieurbüros sowie auch an Bauunternehmen.
Die Arbeitshilfen Recycling nehmen Bezug auf viele Bereiche des Bauens wie die Gebäude sowie auch Außenanlagen, beispielsweise Verkehrsflächen, Ver- und Entsorgungsleitungen, Außerbetriebnahme von technischen Anlagen u. a. Demgegenüber werden die Belange des Bundesfernstraßen-, Wasserstraßen- und Eisenbahnbaus nicht mit einbezogen. Für Letztere sind andere Regelungen wie die Regelwerke der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) maßgebend. Weiterhin werden in den Arbeitshilfen Recycling auch nicht die Grünflächen sowie Angelegenheiten im Rahmen der Baufeldfreimachung geregelt.
Mit den Arbeitshilfen Recycling werden die Grundsätze für Stoffströme und die Verwertung und Beseitigung von Abfällen dargelegt sowie vor allem auf die bei der Planung und Ausführung notwendigen Maßnahmen beim Recycling verwiesen. Ausführlich wird in den Arbeitshilfen Bezug genommen:
  • auf die gesetzlichen Grundlagen und deren Erläuterung, z. B. im Kapitel 3,
  • auf die Planung und auf den Ablauf des Rückbaus, auf die Bewertung von Bausubstanz, auf die Vergabe von Ausführungsleistungen u. a. im Kapitel 4,
  • auf die Anforderungen an die gewonnenen Bauprodukte, auf die Wiederverwendung von Bauteilen und den Einsatz von Recycling-Baustoffen für den Neubau im Kapitel 5.
19.04.2018
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