04.05.2013 | Baubetrieb/Bauunternehmen

Unternehmensnachfolge: Wie verhält man sich richtig?

Wir alle werden täglich mit dem demografischen Wandel konfrontiert. Überall liest und hört man, dass wir immer älter werden und dass es Unternehmen an Fachkräftenachwuchs mangelt. Die Unternehmerseite wird dabei aber meist außen vor gelassen. Doch auch Unternehmer werden älter und möchten irgendwann ihren Ruhestand genießen.
Unternehmensnachfolge: Wie verhält man sich richtig?
Bild: © Karin & Uwe Annas, fotolia.com
Hier stellt sich dann immer die Frage: Was wird aus meinem Unternehmen, wenn ich in Rente gehe? Im Idealfall übernehmen die Kinder oder andere Verwandte das Steuer und der Betrieb kann weiterlaufen. Was aber, wenn keine potenziellen Nachfolger in der Familie vorhanden sind? Den Betrieb schließen? Mitarbeiter entlassen? Den Betrieb an eine/-n Mitarbeiter/-in übergeben oder an Interessenten verkaufen? Wo und wie finde ich einen geeigneten Nachfolger? Wie wird das alles abgewickelt?
Dies sind einige der Überlegungen, die in solch einem Fall zuerst auftauchen. Mit dem Problem stehen Sie jedoch nicht allein da: Zigtausende Unternehmer sind derzeit auf der Suche nach Nachfolgern, die ihren Betrieb übernehmen.
Es gibt Unternehmensbörsen, in denen Sie Ihr Unternehmen anbieten können. Auf jeden Fall lohnt es sich, einen kompetenten Unternehmensberater für die Nachfolgeregelung mit ins Boot zu holen, der Sie bei allen Formalitäten unterstützt. Dies beginnt damit, den Wert des Unternehmens zu ermitteln, den geeigneten Nachfolger zu suchen, die Art der Übergabe festzulegen (dies könnte unter anderem ein kompletter Verkauf sein oder eine schleichende Übergabe mit einer weitergehenden Beteiligung des Altinhabers etc.) bis hin zur Abwicklung aller Formalitäten, Beantragung von Geldern und das Coachings des Nachfolgers.
Wichtig ist, dass Sie Ihr Unternehmen auch zukünftig in guten Händen wissen und den Lohn für Ihre Arbeit der letzten Jahrzehnte erhalten. Genauere Fragen zum Ablauf der Unternehmensnachfolge erhalten Sie von kompetenten Beratern bei Ihnen vor Ort. Sollten Sie noch nicht den Berater Ihres Vertrauens gefunden haben, gibt es die Möglichkeit, passende Berater z. B. in der KfW-Beraterbörse zu finden oder auch über Empfehlungen befreundeter Unternehmer.
Dieser Beitrag wurde verfasst von Dipl.-Betriebswirt André Schurig, CISS CONSULT Unternehmensberatung, Dresden, www.ciss-consult.de
Bauprofessor-Redaktion
Dieser Beitrag wurde von unserer Bauprofessor-Redaktion erstellt. Für die Inhalte auf bauprofessor.de arbeitet unsere Redaktion jeden Tag mit Leidenschaft.
Über Bauprofessor »
Das könnte Sie auch interessieren:
Liquidität des Handwerkers vs. Sicherheitseinbehalt für Gewährleistung
Liquidität des Handwerkers vs. Sicherheitseinbehalt für Gewährleistung
Das Liquiditätsinteresse des Handwerkers und der von Bauherrn oft geforderte Sicherheitseinbehalt für Gewährleistung stehen sich diametral entgegen. Die von Bauherrn verwendeten AGB-Klauseln zur Regelung des Sicherheitseinbehalts sind oftmals unwirksam. Insbesondere die Kumulation von Sicherheiten für die Vertragserfüllung und für die Mängelrechte kann zur Unwirksamkeit führen, wie das Urteil des OLG Düsseldorf vom 26.11.2020 zeigt. Als Rechtsfolge einer solchen unwirksamen Klausel kann der Handwerker die vollständige Bezahlung des Werklohns fordern, und ggf. eine gestellte Bürgschaft zurückfordern.
07.03.2024
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir Cookies. Einige dieser Cookies sind erforderlich für den reibungslosen Ablauf dieser Website, andere helfen uns, Inhalte auf Sie zugeschnitten anzubieten. Wenn Sie auf „ Ich akzeptiere“ klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Individuelle Cookie-Einstellungen Ich akzeptiere