Steuern

Verspätungszuschlag zu Steuern

Wird eine Steuererklärung, die sich auf ein Kalenderjahr bezieht, nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Kalenderjahres dem Finanzamt vorgelegt, wird das Finanzamt (seit 2019) einen Verspätungszuschlag festsetzen. Er beträgt für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25 % der festgesetzten Steuer, vermindert um die festgesetzten Vorauszahlungen und die anzurechnenden Steuerbetragsabzüge, mindestens jedoch 25 € für jeden angefangenen Monat der Verspätung. Eine Steuererklärung zum Kalenderjahr 2019 wäre danach ggf. ab März 2021 von einem Verspätungszuschlag betroffen.
Verspätungszuschlag
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Das Finanzamt hat dem Grunde nach keinen Ermessensspielraum mehr zur Festsetzung eines Verspätungszuschlags bzw. nur noch zu wenigen Fällen, beispielsweise bei:
  • einer zu Null € oder einem negativen Betrag festgesetzten Steuer,
  • einer festgesetzten Steuer, die geringer als die bereits geleisteten Vorauszahlungen ist und mit einer Erstatttung verbunden ist,
  • einer zum speziellen Fall gewährten Fristverlängerung.
Zu unterscheiden ist der Verspätungszuschlag jedoch von einem Säumniszuschlag zu Steuern , wenn Steuern nicht zum Fälligkeitstag entrichtet wurden, praktisch ein rückständiger Steuerbetrag vorliegt. Vom Finanzamt können bei einem vorliegenden Umstand noch weitere Sanktionen vorgesehen werden, z. B. eine Schätzung der zu leistenden Steuern, Zinsen für Steuernachzahlungen und ein Zwangsgeld.
13.05.2020
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