6D-BIM erweitert das 3D-Modell des Bauwerks um Umweltinformationen und ermöglicht die Analyse von Energieeffizienz und CO₂-Bilanz. Produktdaten mit Umweltauswirkungen werden direkt in die Planung eingebunden.
Was bedeutet 6D-Nachhaltigkeitsanalyse?
Jede dieser Dimensionen bildet einen bestimmten Aspekt des Lebenszyklus eines Bauwerks ab:
Ziel von BIM ist ein integriertes digitales Modell, das alle Projektphasen – von der Planung über den Bau bis zur Inbetriebnahme – umfassend abbildet. Dadurch sollen Prozesse im Bauwesen transparenter, koordinierter und effizienter gestaltet werden. Im folgenden Abschnitt wird die 6D-Dimension „Nachhaltigkeit“ detailliert erläutert.

Mit 6D-BIM lassen sich CO₂-Emissionen automatisch berechnen und ökologische Auswirkungen von Bauprojekten gezielt optimieren.
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6D-BIM bezieht sich auf die Nachhaltigkeitsanalyse und die Integration von Umweltaspekten in das BIM-Modell. Es ermöglicht die Bewertung der Energieeffizienz und anderer Nachhaltigkeitskriterien, was zur Optimierung des Gebäudedesigns im Hinblick auf ökologische Nachhaltigkeit führt. Hersteller von Bauprodukten liefern zunehmend detaillierte Informationen über die Umweltauswirkungen ihrer Produkte, einschließlich des CO₂-Anteils. Diese Daten werden als Teil der Produktspezifikationen in BIM-Bibliotheken hinterlegt und können automatisch in die Planung und Ausführung von Bauprojekten einfließen.
In einem Projekt mit 72 Wohnungen und 12.000 Bauteilen ist z. B. eine manuelle CO₂-Berechnung kaum umsetzbar. Im BIM-Modell kann der CO₂-Gesamtwert anhand der hinterlegten Umweltdaten der Bauteile automatisiert ermittelt werden.
Dokumentation und Transparenz
Die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsbewertung, einschließlich des berechneten CO₂-Anteils, werden als zusätzliche Informationen (sogenannte Property Sets oder P-Sets) in der exportierten IFC-Datei gespeichert.