Flachdachentwässerung

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Flachdachentwässerung

Die Flachdachentwässerung erfolgt im Unterschied zur Steildachentwässerung nicht außen am Haus, sondern im Gebäudeinneren. Sie kann über zwei Wirkmechanismen realisiert werden. Zum einen über die Ausnutzung der Schwerkraft bei der Freispiegelentwässerung und zum anderen über das erzeugen eines Unterdrucks bei der sogenannten Druckentwässerung. Gemeinsam ist beiden Flachdachentwässerungsarten, die Notwenigkeit der Installation von Notabläufen, um ein Eindringen von Regenwasser in das Gebäude zu verhindern und Überlastungen vorzubeugen.
Bei der Freispiegelentwässerung werden Flachdachabläufe eingebaut, die über mehrere Fallleitungen in eine Grundleitung ableiten. Das Sohlengefälle der Grundleitung und die Ausbildung und Größe der Flachdachabläufe haben dabei besonderen Einfluss auf die Ablaufleistung.
Im Gegenteil zur Freispiegelentwässerung werden bei der Druckentwässerung die einzelnen Flachdachabläufe über Anschlussleitung unter der Dachkonstruktion einer gemeinsamen Fallleitung zugeführt. In dieser Sammelleitung wird bei Ableitung des Niederschlags ein Unterdruck erzeugt, der für eine hohe Fließgeschwindigkeit sorgt. Dadurch wird die Dachfläche besonders schnell und effektiv entwässert. Infolge des Unterdrucks können unterhalb des Daches verlaufende Leitungen ohne Gefälle verlegt werden. Durch die hohe Fließgeschwindigkeit wird außerdem eine Selbstreinigung des Rohrsystems erreicht, was einen geringeren Wartungsaufwand bedeutet.
Bei beiden Flachdach-Entwässerungsverfahren sind die bereits erwähnten Notüberläufe einzuplanen und einzubauen. Sie sollen verhindern, dass Regenwasser in das Gebäude eindringt und/oder dass die Konstruktion überlastet wird.
Um alles richtig planen zu können, sind das Mindestablaufvermögen, die Breite und die Anzahl der benötigten Notabläufe zu berechnen. Wichtige Einflussfaktoren hierbei sind: Dachneigung, Länge und Spannweite des Daches, Regendauer, örtliche Regenspende, Überlastungsregenspende, die maximale Belastung am Tiefpunkt, der maximale Wasseraufstau, der erforderliche Wasseraufstau über dem Dachablauf (Freispiegel) sowie der Abflussbeiwert C.
Das reibungslose Funktionieren einer Dachentwässerung ist nur bei regelmäßiger Wartung und Reinigung gewährleistet.

Normen und Richtlinien zu Flachdachentwässerung

Bild 1: Dachabmessung - DIN EN 12056-3 [2001-01] Berechnung des Regenwasserabflusses - Dachentwässerung
DIN EN 12056-3 [2001-01] Berechnung des Regenwasserabflusses - Dachentwässerung
[2001-01] Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden - Teil 3: Dachentwässerung, Planung und Bemessung
DIN EN 12056-3 [2001-01]Eine planmäßig vollgefüllte Regenwasserleitungsanlage muss in der Lage sein, die nach Abschnitt berechnete Regenspende einer bestimmten Fläche zu entwässern. Falls möglich, s...
DIN EN 12056-3 [2001-01]Bei der Entwässerung von Flachdächern ist die Tragfähigkeit und Konstruktion des Daches mit in Betracht zu ziehen. Jegliche Ableitung und jeglicher Ablauf sollen so sein, das...
DIN EN 12056-3 [2001-01]Für die Anwendung dieser Europäischen Norm gelten die folgenden Definitionen: Dachrinnenwinkel Richtungsänderung im Dachrinnenverlauf. planmäßige Wassertiefe Maximale Wassert...
DIN EN 12056-3 [2001-01]Dachrinnen-Abflussbeiwert ohne Gefälle 0 bis 3 mm/m ohne Gefälle ohne Gefälle ohne Gefälle ohne Gefälle 10 mm/m ANMERKUNG: = Länge der Dachrinne in Millimeter (mm) = Sollwass...

Begriffs-Erläuterungen zu Flachdachentwässerung

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Flachdachabläufe sind Bestandteile im System der Freispiegelentwässerung von Flachdächern. Diese besteht aus den Abläufen und einem im Gefälle verlegten Rohrleitungssystem. Flachdachabläufe werden in ...
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