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Dachbegrünung

Dachbegrünungen kommen vorwiegend auf Flachdächern zur Anwendung und werden in intensive und extensive Dachbegrünungen unterschieden. Welche Dachbegrünung zum Einsatz kommen kann, hängt von der Tragfähigkeit der zu begrünenden Dachkonstruktion ab. Extensive Dachbegrünungen bestehen aus Sedumarten, Moosen, Gräsern und Kräutern, die wenig Wasser speichern und daher leichter als intensive Begrünungen sind, die zum einen aus einer dickeren Vegetationsschicht bestehen und unter Umständen sogar von Büschen und Bäumen bewachsen werden.
Extensive Dachbegrünung mit Sedum, Gräsern und Kräutern
Extensive Dachbegrünung mit Sedum, Gräsern und Kräutern
Bild: © Heiner Witthake, Fotolia.com
Die Tragfähigkeit eines Flachdaches leitet sich aus dem Aufbau ab. Warmdächer sind einschalig und für Dachbegrünungen aller Art geeignet. Kaltdächer sind zweischalige hinterlüftete Konstruktionen, deren äußere Schale meist eine geringere Tragfähigkeit besitzt. Daher kommen hier (im Bestand) nur extensive Dachbegrünungen infrage. Bei Umkehrdächern (mit oben liegender Wärmedämmung) werden auch eher Extensivbegrünungen aufgebracht.
Werden neue Gebäude von Anbeginn an mit Gründächern geplant, kann die Konstruktion natürlich entsprechend der gewünschten Begrünung gewählt und gebaut werden.
Um eine langfristige Nutzung des Gründaches zu erreichen, ist der Schutz der Dachhaut zu gewährleisten und eine stabile Vegetationsschicht aufzubauen. Folgende Schichten werden hierbei von der Dachabdichtung nach oben aufgebracht:
  • Wurzelschutzfolie, die das Eindringen der Wurzeln in die Unterkonstruktion verhindert, z. B. aus Kunststoffbahnen aus Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid (PVC), Polyolefine oder durch einen Flüssiganstrich Polyurethan- (PUR), Polymethylmethacrylat- (PMMA) oder Polyesterharzbasis (UP)
  • Schutzvlies, das die wurzelfeste Abdichtung vor Beschädigungen z. B. durch mechanische, thermische und chemische Beanspruchungen schützt (U. a. finden Geotextilien als Vliese oder Bautenschutzmatten aus Gummigranulat oder Kunststoffgranulat Verwendung.)
  • Dränagevlies oder Festkörperdränage, als Wasserspeicher und Dränageschicht zum Ableiten von Überschusswasser, z. B. Schüttstoffe (Kies, Lava und Bims) oder Verlegesysteme wie Dränmatten, Dränplatten
  • Filtervlies, dass das Auswaschen von Feinanteilen aus der Erde in die Dränschicht verhindern soll, z. B. Geotextilien in Form von Vliesstoffen oder Gewebe
  • Pflanzsubstrat, speziell zusammengestellt für die jeweilige Dachbegrünungsart; Auswahlkriterium ist in erster Linie die Wasserspeicherfähigkeit;
  • Vegetation, wie Saatgut, Sedumsprossen evtl. weitere Pflanzen, bis hin zu Bäumen
Woraus sich die Begrünung zusammensetzt, ist abhängig von den klimatischen, witterungsbedingten, bauwerksspezifischen und pflanzenspezifischen Faktoren. So können Pflanzen auf Dächern z. B. hoher Strahlungsintensität, Trocken- oder Frostperioden oder Nährstoffarmut ausgesetzt sein. Baulich sind z. T. nur sehr leichte und flache Aufbauten (z. B. flaches Substrat) erlaubt. Für die extensive Begrünung werden daher unterschiedliche Mischkulturen wie Moos-Sedum-, Moos-Sedum-Kraut-, Sedum-Kraut-Gras- und Gras-Kraut-Gesellschaften angeboten.
28.09.2019
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Dachbegrünung"

DIN-Norm
Ausgabe 2016-07
Diese Norm enthält schalltechnische Daten von Bauteilen und Konstruktionen für den Holz-, Leicht- und Trockenbau, die ohne bauakustische Prüfungen in den in DIN 4109-2 genannten Berechnungsverfahren für die rechnerischen Nachweise der DIN 4109-1 verw...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2015-04
Dieser Technische Bericht gibt eine Anleitung für die Verwendung von Holzwerkstoffen für tragende Zwecke als tragende Unterböden auf Lagerhölzern, als tragende Dachschalung auf Balken oder als tragende Wandbeplankung auf Rippen.Dieser Technische Beri...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2019-06
Dieses Beiblatt enthält Planungsbeispiele zur Verminderung von Wärmebrückenwirkungen. Das Beiblatt stellt Prinzipien von Anschlussdetails aus dem Hochbau dar. Dargestellt werden Planungs- und Ausführungsbeispiele nur unter dem Aspekt des Wärmeschutze...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2018-10
Diese Norm wurde von den NABau-Arbeitsausschüssen NA 005-56-90 AA „Baulicher Wärmeschutz im Hochbau“ und NA 005-56-99 AA „Feuchte“ erarbeitet.Diese Norm legt Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für die Planung und Ausführung zum klimabed...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2013-03
Diese Norm legt die Definitionen und Eigenschaften von Kunststoff- und Elastomerbahnen, einschließlich der aus deren Gemischen und Mischungen (thermoplastische Elastomere) hergestellten Bahnen, fest, die hauptsächlich für Dächer verwendet werden. Sie...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2016-05
Diese Norm enthält die Ergebnisse von Brandprüfungen an Baustoffen, Bauteilen und Bauarten. Durch die Zuordnung zu Baustoffklassen bzw. Feuerwiderstandsklassen sind weitere Brandprüfungen für den bauaufsichtlich geforderten Nachweis der Brauchbarkeit...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2016-12
Diese Norm legt das Verfahren zur Klassifizierung des Brandverhaltens von Bedachungen/Dachhäuten, die durch Feuer von außen beansprucht wurden, fest.Diese Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 127 „Baulicher Brandschutz“ (Sekretariat: BSI, Verein...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2018-11
Diese Norm wurde vom Arbeitsausschuss NA 005-52-07 AA „Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen — Bedachungen“ im DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau) erarbeitet, und ersetzt DIN 4102-7:1998-07.In dieser Norm werden brandschutztechnische Anforderu...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2010-12
Diese Norm enthält den Nationalen Anhang zu DIN EN 1991-1-4, der wiederum die Regel für die Anwendung der betreffenden Norm in Deutschland beinhaltet....
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2018-12
Diese Norm gilt für Sportflächen im Freien, die eine Rasendecke haben. Sie gilt nicht für Golf- und Reitsportanlagen sowie Rasentennisplätze. Hinweise zu Golf- und Reitsportanlagen siehe FLL –Richtlinie für den Bau von Golfplätzen und FLL -Empfehlung...
- DIN-Norm im Originaltext -

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Abrechnungseinheit: m2
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Verwandte Fachbegriffe

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Dränmatten finden, wie auch Dränplatten, Verwendung bei der Errichtung von Gebäudedränagen. Sie sollen anstehendes Wasser nach Niederschlägen dauerhaft und zuverlässig von der Gebäudehülle fernhalten und gezielt in die Dränrohre ableiten.Als Dränmatt...
Sportrasen
Sportrasen ist der klassische Belag auf Sportflächen. Die Rasenflächen gründen auf einer Dränschicht aus Lava oder Kiessand. Als Tragschicht kommen Fertiggemische, Ober- oder Unterboden zum Einsatz. Darauf wird der Rasen angesät. Dabei werden verschi...
Umkehrdach
Das Umkehrdach ist eine in Kanada entwickelte Flachdachform und basiert auf dem Gedanken, die zwei einzelnen Schichten der Dampfsperre und der Abdichtung eines Warmdachs in einer einzigen Lage zusammenzufassen, und zwar unterhalb der Wärmedämmung. Sc...
Kaltdach
Das zweischalige belüftete Flachdach, auch Kaltdach genannt, baut sich aus folgenden Schichten von innen nach außen auf. Die Dachtragkonstruktion aus Beton-/Stahlbetondecke wird mit einer Schicht Gefällebeton versehen und mit einem Voranstrich z. B. ...
Pultdach
Das Pultdach ist eine Dachform mit flacher Neigung und zählt neben dem Flachdach zu den einfachsten und auch kostengünstigsten Dachformen. Es wird üblicherweise als einseitig geneigtes Sparrendach konstruiert. Die untere Kante des Pultdaches ist die ...
Warmdach
Das Warmdach ist eine Konstruktionsform des Flachdaches. Es wird als einschaliges nicht hinterlüftetes Dach ausgeführt. Das heißt oben auf die Stahlbeton- bzw. Betondecke kommen der Gefällebeton, ein Voranstrich z.B. aus Flachdachbitumen, eine Ausgle...
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