Normen

FLACHDACHRICHTLINIE - FR Flachdach - Fachregel für Abdichtungen

Die FR Flachdach – Fachregel für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie wird vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks – Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik – e. V. und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. – Bundesfachabteilung Bauwerksabdichtung – herausgegeben. Sie erschien erstmals im Dezember 2016. Die letzten beiden Änderungen wurden im Mai 2019 und im März 2020 eingepflegt. Dabei wurde die Flachdachrichtlinie neu strukturiert, denn die Unterscheidung in nicht genutzte und genutzte Dächer fiel weg. Es gab Anpassungen der Maßnahmen der Windsogsicherung an die europäische Windlastnorm (DIN EN 1991-1-4) und es wurden Detailskizzen ergänzt. Vorläufer der Flachdachrichtlinie war die seit 1962 herausgegebene Richtlinie für die Ausführung von Flachdächern.
Die Flachdachrichtlinie regelt die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit Abdichtungsbahnen und Flüssigkunststoffen sowie allen für die Funktionsfähigkeit erforderlichen Schichten des Flachdachs.
Die Flachdachrichtlinie regelt die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit Abdichtungsbahnen und Flüssigkunststoffen sowie allen für die Funktionsfähigkeit erforderlichen Schichten des Flachdachs.
Bild: © Vladimir Nenezic, 123RF.com
Von Flachdächern spricht man, wenn Dächer kein oder nur ein geringes Gefälle von 2 % (1,1°) – 20 % (11,31°) haben. Die Flachdachrichtlinie verlangt ein Mindestgefälle von 2 % (1,1°). Es werden grundsätzlich die Flachdachkonstruktionsarten unbelüftetes Dach (Warmdach) und belüftetes Dach (Kaltdach) unterschieden.

Wann, wofür und wo gilt die Flachdachrichtlinie?

Die Flachdachrichtlinie gilt für die Planung und Ausführung von Flachdachabdichtungen. Die Flachdachrichtlinie regelt dabei die Abdichtung mit Abdichtungsbahnen, Flüssigkunststoffen und für alle Schichten, die für die Funktionsfähigkeit des Dachaufbaus erforderlich sind.
Unter die Flachdachregel fallen:
  • nicht genutzte Dachflächen einschließlich extensiv begrünter Dachflächen,
  • genutzte Dach- und Deckenflächen, z. B. intensiv begrünte Flächen, Terrassen, Dächer mit Solaranlagen, Balkonen, Loggien und Laubengängen,
  • erdüberschüttete Deckenflächen,
  • befahrene Dach- und Deckenflächen aus Stahlbeton.

Wie ist die Flachdachrichtlinie gegliedert?

Die Flachdachrichtlinie gliedert sich in:
1Allgemeine Regeln
2Beanspruchung und Anforderung
3Planung und Ausführung der Funktionsschichten
4Details
5Pflege und Wartung
Anhang IWindsogsicherung von Dächern mit Abdichtungen mit einer Neigung kleiner 5°
Anhang IIDetailskizzen

Was beinhalten die einzelnen Gliederungspunkte?

Unter "Allgemeine Regeln" werden der Geltungsbereich der Flachdachrichtlinie beschrieben, die Begriffe der Flachdachkonstruktionen erklärt, Konstruktions- und Verlegearten beschrieben und skizziert sowie Gestaltungs- und Planungshinweise aufgelistet.
Unter Punkt 2 werden die Beanspruchungen definiert, denen eine Flachdachabdichtung standhalten muss. Dazu zählen u. a. Feuchte (wie Regen, Schnee, Tau und Nebel), mechanische, thermische (z. B. durch Sonneneinstrahlung), biologische (z. B. durch Wurzeln bei begrünten Dachflächen) und chemische Kriterien. Es werden entsprechende Regelungen für die Dachneigung/das Gefälle, die Unterkonstruktionen, die Oberflächenabdichtung, die Entwässerung und für Sicherungsmaßnahmen zur Aufnahme vertikaler und horizontaler Kräfte beschrieben.
Punkt 3 definiert, wie Haftbrücken, Trenn- und Ausgleichsschichten, Dampfsperre, Wärmedämmung, Dampfdruckausgleichsebene, Abdichtung (verschiedene Ausführungen), Schutzlagen und -schichten sowie der Oberflächenschutz zu planen und auszuführen sind.
Die Detailausführung von Klemmprofilen und -schienen, Los- und Festflanschkonstruktionen, von Anschlüssen an aufgehende Bauteile, Türen, Durchdringungen und Dachrandabschlüssen, von Bewegungsfugen, Entwässerung, Brandschutzmaßnahmen für An- und Abschlüsse und Durchdringungen werden unter Punkt 4 erörtert.
Punkt 5 der Flachdachrichtlinien beschreibt die Inspektionen, Wartungen, Voruntersuchungen vor Instandsetzung und Erneuerung sowie die Regelungen für die Instandsetzung selbst.

Flachdachrichtlinie und Normen

Die Flachdachrichtlinie bietet also für die Planung und Ausführung von Flachdächern den roten Faden und somit die Richtschnur mit den entsprechenden Verweisen auf die gültigen Normen z. B. zur Abdichtung (Normenreihe DIN 18531), zum baulichen Brandschutz (Normenreihe DIN 18234) oder zu Abläufen für Gebäude (DIN EN 1253-2).
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "FLACHDACHRICHTLINIE - FR Flachdach - Fachregel für Abdichtungen"

Dachdecker-Regel
Ausgabe 2016-12
Diese Regel gilt für die Planung und Ausführung von Abdichtungen nicht genutzter Dachflächen, einschließlich extensiv begrünter Dachflächen, genutzter Dach- und Deckenflächen, z.B. intensiv begrünte Flächen, Terrassen, Dächer mit Solaranlagen, Balkon...
- Dachdecker-Fachregel im Originaltext -
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