Jahresabschluss / HGB

Anlagespiegel

Das Anlagevermögen des Bauunternehmens ist zum Jahresabschluss in der Bilanz auf der Aktivseite auszuweisen, und zwar nach der direkten Bruttomethode. Danach sind die Anschaffungskosten stets um die Abschreibung bzw. AfA zu vermindern. Bilanziert ist praktisch der Rest- bzw. Nettowert der Gegenstände des Anlagevermögens. Die vollständige Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist im Anhang zum Jahresabschluss in einer gesonderten Aufgliederung darzustellen. Dabei sind mit Bezug auf § 284 Abs. 3 im Handelsgesetzbuch (HGB), ausgehend von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, jeweils
  • die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres sowie
  • die Abschreibungen
gesondert aufzuführen.
Zu den Abschreibungen sind gesondert noch folgende Angaben zu machen:
  • die Abschreibungen in ihrer gesamten Höhe zu Beginn und Ende des Geschäftsjahrs,
  • die im Laufe des Geschäftsjahrs vorgenommenen Abschreibungen und
  • Änderungen in den Abschreibungen in ihrer gesamten Höhe im Zusammenhang mit Zu- und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahrs.
Die Nachweisführung erfolgt meistens in einer als Anlagespiegel bezeichneten Zusammenstellung. Ein vereinfachtes Beispiel wird nachfolgend dargestellt. Im Allgemeinen erfolgt der Ausweis differenziert nach den einzelnen Arten bzw. Posten des Anlagevermögens.
Beispiel

Entwicklung des Anlagevermögens im Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens im Anlagespiegel
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