Normen

Bedenkenarten

Bei der Bauausführung können nach Auffassung des Bauunternehmers mit Bezug auf § 4 Abs. 3 VOB/B bei einem VOB-Vertrag Bedenken des Auftragnehmers vorliegen, so hinsichtlich der:
  • vorgesehenen Bauausführung,
  • Güte der vom Auftraggeber gelieferten (beigestellten) Stoffe und Bauteile sowie
  • Leistungen anderer Unternehmer.
Sie sind dem Auftraggeber unverzüglich schriftlich anzuzeigen.
Welche Bedenkenarten im Einzelnen differenziert für die einzelnen Gewerke noch in Betracht kommen können, wird in der Regel im Abschnitt 3 in den jeweiligen ATV (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen) bzw. DIN-Vorschriften in der VOB Teil C aufgeführt, beispielsweise in der:
  • DIN 18331 - Betonarbeiten (Ausgabe September 2016) - unter Tz. 3.1.3:
    • Abweichungen des Bestandes gegenüber den Vorgaben,
    • unzureichende Gründungsflächen, z. B. aufgelockerte Sohle,
    • fehlende Bezugspunkte,
    • ungenügender Arbeitsraum,
    • zu eng liegende Bewehrung (fehlende Betonieröffnung, Rüttelgassen);
  • DIN 18366 - Tapezierarbeiten (Ausgabe September 2016) - unter Tz. 3.1.1:
    • ungeeignete Beschaffenheit des Untergrundes, z. B. zu geringe Qualitätsstufe,
    • ungeeignete Bedingungen, die sich aus der Witterung und dem Raumklima ergeben,
    • Unebenheiten, die die technischen und optischen Bedingungen an die Tapezierung beeinträchtigen,
    • Wasserränder,
    • Verunreinigungen durch Öle, Fette, Nikotin,
    • klaffende Fugen zwischen Putz und Einbauteilen;
  • DIN 18451 - Gerüstarbeiten (Ausgabe September 2016) - unter Tz. 3.3:
    • größere Unebenheiten des Untergrundes,
    • nicht tragfähiger oder gefrorener Untergrund,
    • unzureichende Verankerungsmöglichkeiten,
    • fehlendes Einnivellieren und Einplanieren des Untergrundes für Traggerüste.
Eingehendere Aussagen mit weiteren Erläuterungen und Beispielen werden zu den jeweiligen ATV DIN der Ausgaben September in der VOB/C im im Baunormenlexikon geliefert.
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