Jahresabschluss / HGB

Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss

Die Dokumente des Jahresabschlusses sowie der Lagebericht eines Bauunternehmens sind in mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften durch einen autorisierten Abschlussprüfer (in der Regel Wirtschaftsprüfer bzw. bei mittelgroßen GmbH auch vereidigter Buchprüfer) zu prüfen.
Der Prüfer ist durch die Gesellschafter bereits vor Ablauf des Geschäftsjahres zu wählen.
Der Abschlussprüfer hat mit Bezug auf § 322 Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) das "Ergebnis der Prüfung in einem Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss oder zum Konzernjahresabschluss zusammenzufassen. Der Bestätigungsvermerk hat Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung zu beschreiben und dabei die angewandten Rechnungslegungs- und Prüfungsgrundsätze anzugeben".
Weiterhin soll der Bestätigungsvermerk eine Beurteilung des Prüfungsergebnisses enthalten. Sie muss zweifelsfrei ergeben, ob:
  • ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt werden kann,
  • ein eingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt werden kann,
  • der Bestätigungsvermerk aufgrund von Einwendungen zu versagen ist oder
  • der Bestätigungsvermerk versagt wird, weil der Abschlussprüfer nicht in der Lage war, ein Prüfungsurteil abzugeben.
Bei einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk hat die Prüfung zu keinen Einwendungen geführt und der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften, den Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) sowie maßgeblichen Rechnungslegungsgrundsätzen entsprochen.
Liegen dagegen Einwendungen vor, so hat der Abschlussprüfer seine Erklärung einzuschränken oder ggf. zu versagen. Eine Versagung käme infrage, wenn der Abschlussprüfer nach Ausschöpfung aller angemessenen Möglichkeiten nicht in der Lage ist, ein Prüfungsurteil abzugeben.
Vom Abschlussprüfer ist der Bestätigungsvermerk oder der Vermerk über seine Versagung mit in den Prüfungsbericht aufzunehmen. Die Unterzeichnung des Bestätigungsvermerks hat unter Angabe von Ort und Tag zu erfolgen.
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