Umwelt / Ökologie / Nachhaltiges Bauen

Regenwassernutzungsanlage

Eine Regenwassernutzungsanlage dient dazu, das kostenlos durch Regen gelieferte Produkt Wasser, das sich auf Dachflächen des Gebäudes sammelt, aufzufangen und im Haus zu nutzen. Nutzungsbereiche sind Toilettenspülung, Gartenbewässerung oder auch die Wasserzufuhr zur Waschmaschine. Dazu wird das Regenwasser von den Dachflächen über Dachrinnen und Fallrohre durch einen vormontierten Regenwasserfeinfilter in einen Regenwasserspeicher geleitet. Das einströmende Regenwasser wird über einen Zulaufberuhiger geführt, sodass es langsamer in den Tank gelangt und Sedimente sich am Tankboden ablagern können.
Der Tank kann aus Beton oder Kunststoff (Polyethylen) bestehen und außerhalb oder im Gebäude untergebracht sein. Der Regenwasserspeicher muss einen Anschluss zum Abwasserkanal oder zur Sickermulde aufweisen, um ein Überlaufen zu verhindern und um Schwimmstoffe auf der Wasseroberfläche abzuleiten.
Die einzelnen Verbrauchsstellen sind über Leitungen mit dem Tank verbunden und werden mittels Saugpumpe gespeist. Eine automatische Füllstandsmessung und –regulierung stellt sicher, dass bei leerem Regenwasserspeicher Trinkwasser nachgespeist wird, um den Verbrauchsstellen kontinuierlich Wasser anbieten zu können.
Darstellung einer Regenwassernutzungsanlage
Darstellung einer Regenwassernutzungsanlage
Bild: © Onidji, Fotolia.com
Die Größe eines Regenwasserspeichers ist abhängig von der örtlichen Niederschlagshöhe und –charakteristik, Größe und Art der Auffangfläche und dem Betriebswasserbedarf der Nutzungsanlage. Bedarf und Regenwasserertrag müssen in einer proportionierten Beziehung stehen. In der Normung finden sich eine Gleichung zur Ermittlung der jährlich theoretisch speicherbaren Regenwassermenge und eine Tabelle zur Herleitung des jährlichen Betriebswasserbedarfs auf Grundlage von personenbezogenem Tagesbedarf (z. B. Toilettennutzung) und spezifischem Jahresbedarf bei Gartenbewässerung.
28.09.2019
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Weitere Leistungen mit regionalen Baupreisen:
Baupreislexikon
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Regenwassernutzungsanlage"

DIN-Norm
Ausgabe 2003-08
Diese Norm legt die Anforderungen, Prüfung, Wartung und Instandhaltung sowie die Konformitätsbewertung von Regenwasserspeichern aus dafür üblicherweise verwendeten Werkstoffen fest.Diese Norm wurde vom Arbeitsausschuss V 8 "Regenwassernutzungsanlagen...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2005-08
Diese Norm gilt für Bauteile zur Steuerung von Regenwassernutzungsanlagen und für die Nachspeisung von Regenwasserspeichern mit Betriebs- oder Trinkwasser, um z. B. bei langen Trockenperioden die Betriebssicherheit der Anlage bei Unterschreiten des M...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2004-08
Diese Norm gilt für mechanisch wirkende Filter, die in den Zulauf von Regenwasserspeichern eingebaut werden. Für diese Filter werden die hydraulische Funktion, Filtertrennwirkung, Dichtheit und Standsicherheit sowie Verfahren zur Prüfung dieser Anfo...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2002-04
Diese Norm legt allgemeine Anforderungen an Anlagen fest, die für die Speicherung und anschließende Nutzung von Regenwasser verwendet werden....
- DIN-Norm im Originaltext -

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Filter für Regenwassernutzungsanlage DIN 1989-2, Typ C (ohne Sedimentationsvolumen), mit Fremdstoffableitung, Volumenstrom mind. 8 l/s, Einbau waagerecht im Regenwasserbehälter, Filtergehäuse aus PE, Filterelement aus nichtrostendem Stahl, Werkstoff-...
Abrechnungseinheit: St
Weitere Leistungsbeschreibungen:
STLB-Bau Ausschreibungstexte
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