Immobilienwirtschaft / Hausverwaltung

Schenkung- und Erbschaftsteuer bei Immobilien

Bei Schenkung unter Lebenden sowie beim Erwerb von Todes wegen fällt Schenkungs- und Erbschaftsteuer an und zwar gemäß dem Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG).
Die Bewertung von Grundstücken für diese Steuern hat seit 1996 auf Grundlage des Bewertungsgesetzes (BewG vom 01.02.1991, zuletzt geändert mit Gesetz vom 24.12.2008 in BGBl. S. 3018) zu erfolgen. Danach ist Grundbesitz mit dem Grundbesitzwert (§ 19 BewG) anzusetzen, der auf den Zeitpunkt der Entstehung der Steuern festgestellt wird.
Das wertmäßig erworbene Vermögen kann sich nach den gesetzlichen Regelungen durch verschiedene Beträge mindern. Danach verbleibt der steuerpflichtige Erwerb, der zur Steuer zu unterwerfen ist. Die Steuersätze entsprechen einem progressiven Stufentarif.
Bei Schenkung wird wie bei Vererben verfahren. Da Grundstücke wiederum nur mit dem Grundbesitzwert nach dem Bewertungsgesetz herangezogen werden, ist dies für die Erwerber durchaus günstig. Denn die Verkehrswerte werden in der Regel höher als die Grundbesitzwerte sein. Bei der Schenkung von Grundstücken lassen sich auch die möglichen Freibeträge zielgerichtet nutzen.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch eine Schenkung von Geld- oder Kapitalvermögen mit unter die Behandlung von Grundstücksbewertungen fallen, wenn z. B. das erhaltene Geld unmittelbar für den Ausbau bzw. die Rekonstruktion eines schon im Besitz befindlichen Gebäudes herangezogen wird (mittelbare Grundstücksschenkung). Würde das Geld aber zwischenzeitlich längere Zeit zinsbringend angelegt werden, kann nicht mehr von einer mittelbaren Grundstücksschenkung gesprochen werden.
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