Baustoff / Werkstoff / Produkt

Terrazzo

Terrazzo ist ein Boden, der ohne weiteren Belag ausgeführt wird, am ehesten einem Sichtestrich entspricht und in der Normung auch so behandelt wird. Er wird als fugenloser Bodenbelag aus Bindemitteln und Gesteinskörnungen hergestellt und frisch auf eine Tragschicht aus Beton aufgebracht.
Dieser sehr traditionelle Boden ist mit historischen Funden belegt, die älter als 10.000 Jahre sind, was seine Langlebigkeit beweist. Zudem ist er sehr beanspruchbar, leicht zu reinigen aber auch arbeits- und kostenintensiv in der Herstellung. Auch Rissbildungen sind durch die spannungsreiche Oberfläche des Materials möglich.
Ausschnitt aus einem Terrazoboden
Ausschnitt aus einem Terrazoboden
Bild: © Ingrid Hoffmann, Fotolia.com
Terrazzo wird heute meist mit einem Zement (historisch Kalk), der auch eingefärbt werden kann gebunden. Die gut schleifbaren Zuschläge reichen z.B. von Marmor, Kalkstein über Dolomit bis zu härteren Materialien für stärker beanspruchte Böden, wie Granitsplitt und Flusskies (Größtkorn 16 mm). Neben der Härte werden die Gesteinskörnungen nach optischen Kriterien ausgewählt, da auch bestimmte Farbeffekte erzielt werden sollen, Rosetten, Bordüren, Eckmuster oder Mosaike eingearbeitet werden können.
Nach dem Verlegen des Terrazzobelages (Dicke ca. 35 mm) wird dieser meist verdichtet, was z.B. durch Walzen geschieht. Nach einer Austrocknungszeit, abhängig vom verwendeten Estrich, wird der Boden ca. 5 mm abgeschliffen, gereinigt und gespachtelt, um die beim Schleifen entstandenen Poren zu schließen. Danach wird erneut geschliffen. Dieser Vorgang wird unter Umständen mehrfach wiederholt und führt zu Oberflächen, die von matt bis glänzend reichen. Am Ende des Herstellungsprozesses erfolgt die sogenannte Einpflege, die die Oberfläche schließt und gegen Wasser abdichtet. Dazu werden Wachse, Öle oder Polymere verwendet.
23.11.2019
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Weitere Leistungen mit regionalen Baupreisen:
Baupreislexikon
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Terrazzo"

DIN-Norm
Ausgabe 2006-03
Dieses Beiblatt enthält Planungs- und Ausführungsbeispiele zur Verminderung von Wärmebrückenwirkungen. Das Beiblatt stellt Prinzipskizzen von Anschlussdetails aus dem Hochbau dar. Dargestellt werden Planungs- und Ausführungsbeispiele nur unter dem As...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2005-08
Diese Norm legt Materialien, Eigenschaften und Prüfverfahren für unbewehrte zementgebundene Terrazzoplatten fest, die werkmäßig hergestellt werden und verlegefertig sind. Diese Platten sind für die Verwendung im Innenbereich vorgesehen.Diese Norm wur...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2005-03
Diese Norm legt Materialien, Eigenschaften und Prüfverfahren für unbewehrte zementgebundene Terrazzoplatten fest, die in einer ortsfesten Anlage hergestellt werden und verlegefertig sind. Sie werden entweder einzeln durch Press- und/oder Rüttelverfah...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2019-09
Diese Norm legt die allgemeinen Vertragsbedingungen fest, die für Estricharbeiten bezüglich der Baustoffe, der Ausführung, der Haupt- und der Nebenleistungen sowie der Abrechnung gelten.Diese Norm gilt für das Herstellen von Estrichen aus Estrichmört...
- DIN-Norm im Originaltext -

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Abbruch des Bodenbelages aus Zementestrich, unbewehrt, als Estrich auf Dämmschicht, ohne Bekleidungen und Beschichtungen, Abbruch Dämmung wird gesondert vergütet, im Rahmen einer Totalabbruchmaßnahme, Abbruchdicke '4' cm, Wichte des Abbruchstoffes D...
Abrechnungseinheit: m2
Weitere Leistungsbeschreibungen:
STLB-Bau Ausschreibungstexte
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Terrazzoboden
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Terrazzoplatte
Terrazzoplatten werden im Unterschied zu Terrazzoböden nicht vor Ort, sondern in Manufakturen bzw. industriell gefertigt und auf die Baustelle geliefert und am Verlegeort lediglich noch eingebaut. Die typischen Farben von Terrazzoplatten sind, Schwar...
Handwerksordnung (HwO)
Die Handwerksordnung (HwO) in der Neubekanntmachung vom 24. September 1998 (in BGBl. I, S. 3074 und letzte Änderung vom 12. Dezember 2019 in BGBl. I, S. 2522) trifft Regelungen: 1. Teil: Ausübung eines Handwerks und eines handwerksähnlichen Gew...
Zulassungspflichtige Handwerke (Bau)
Zulassungspflichtige Handwerke leiten sich aus der Anlage A zur Handwerksordnung (HwO- in der Neubekanntmachung vom 24. September 1998 in BGBI. I, S.3074 und letzte Änderungen vom 12. Dezember 2019 in BGBI. I, S. 2522, Art 2) ab. Nach § 1 Abs....
Ausbaugewerbe
Das Ausbaugewerbe ist ein Teil der Bauwirtschaft und umfasst traditionell jene Gewerke, welche die Ausbauleistungen erbringen, z. B. Klempnerarbeiten, Fensterbau, Malerarbeiten, Bodenbelagarbeiten, Heizung und Lüftung u. a. Das Ausbaugewerbe gehört w...
Handwerksrolle
In der Handwerksordnung (HwO) der Neubekanntmachung vom 24. September 1998 in BGBl. I, S. 3074 und letzte Änderungen vom 12. Dezember 2019 in BGBl-I, S. 2522- Art. 2) wird in den Anlagen A und B nach zulassungspflichtigen Handwerken in Anlage A d...
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