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Aerogel

Aerogel ist als leichtester Feststoff der Welt bekannt, erinnert optisch an gefrorenen Rauch, besteht zu 98 % aus Luft und wird aus Silikat (bzw. Kaliwasserglas) hergestellt. Damit ist Aerogel ein rein mineralischer Rohstoff. Die Struktur des Aerogels umschließt in ihren Poren einzelne Luftmoleküle, die somit annährend fest stehen (ruhen) und damit beinahe keine Energie transportieren können. Damit wird die Wärmeübertragung, wenn Aerogel als Wärmedämmstoff eingesetzt wird, auf ein Minimum herabgesetzt. Die Wärmeleitfähigkeit λ von reinem, Aerogel liegt bei Werten zwischen 0,013 und 0,018 W/(m•K).
Aerogelblöcke
Aerogelblöcke
Bild: © Dario Sabljak, fotolia.com
Da Aerogel sehr porös ist und leicht zerfällt, wird der Stoff mit anderen Wärmedämmstoffen wie Steinwolle, mit Silikatbeschichtungen und mit Vliesummantelungen kombiniert, um ihn formstabil zu machen und ihn überhaupt erst als Wärmedämmstoff zur Anwendung bringen zu können. In Kombination mit Steinwolle gibt es z. B. Aerogeldämmplatten mit Wärmeleitfähigkeiten von λ = 0,019 W/(m•K). Faserverstärkte Aerogeldämmmatten können aber auch Wärmeleitfähigkeiten von λ = 0,016 W/(m•K) erreichen.
Eingesetzt werden solche kombinierten Aerogelplatten bzw. -matten als Innendämmung ohne Einsatz von Dampfsperren, da sie über eine hydrophobe Ausstattung verfügen bzw. mit mineralischen Funktionsklebe- und Armierungsmörteln befestigt werden, über deren Hygroskopizität, also ihr Vermögen auf den Feuchtegehalt der Luft mit Wasserdampfaufnahme (Adsorption) und Wasserdampfabgabe (Desorption) reagieren zu können, dafür Sorge getragen wird, dass Schimmelbildung unterbleibt. Als besonderer Vorteil der Aerogelplatten ist die geringe Dicke der Dämmstoffplatten zu sehen, da dadurch bei der Innendämmung wenig Raum verloren geht und dennoch hervorragende Wärmedämmwerte erzielt werden können.
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