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Fließestrich

Fließestrich, manchmal auch als Dünnestrich bezeichnet, ist ein sich selbst nivellierender dünnflüssiger Nass-Estrich, der z.B. aus Werktrockenmörtel auf der Baustelle angemischt und dann zur Verlegestelle gepumpt oder direkt aus einem Transporter auf die Baustelle gepumpt wird. Unter Fließestrich werden dabei die beiden durch unterschiedliche Mittel gebunden Estricharten Calciumsulfatfließestrich (auch Anhydritfließestrich genannt) und Zementfließestrich zusammengefasst, denen beim Mischen ein Fließmittel beigegeben wird. Nach dem Einpumpen des Fließestrichs auf die Verlegestelle wird er mit einem Schlagbesen bearbeitet, um eingeschlossene Luftblasen aus der Masse zu bekommen. Durch die selbstnivellierende Eigenschaft des Fließestrichs entfallen Estricharbeiten, wie verdichten, abreiben und glätten.
Fließestriche werden als im Wohnungs- und Gewerbebau eingesetzt, kommen in Wohn- und Feuchteräumen aber auch in Garagen zum Einsatz. Beim Bau von beheizten Fußböden wird Fließestrich oft eingesetzt, da er durch seine Fließfähigkeit die Heizungsrohre gleichmäßig ummantelt.
Calciumsulfatfließestrich (Anhydritestrich) bestehend aus Wasser und Sand mit einer Körnung von meist 0,8 mm, gebunden mit Calciumsulfat, wird im Innenbereich verwendet. Er eignet sich besonders gut, um Heizestriche herzustellen, da er über eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit verfügt. Allerdings sollte er nur in Trockenräumen oder privaten Feuchträumen eingesetzt werden. Wobei er für z.B. Badezimmer, Küchen und Toiletten in privaten Haushalten mit einer Abdichtung nach oben gegen Spritzwasser durch Anstrich oder eine Beschichtung mit elastifizierendem Kleber versehen werden muss. Für gewerbliche Nassräume können Calciumsulfatfließestriche nicht eingesetzt werden, hier eignen sich nur zementgebundene Fließestriche.
Ein Vorteil von Calciumsulfatfließestrich ist seine schnelle Begehbarkeit, welche wiederum einen schnellen Baufortschritt ermöglicht. Schon nach ca. 1 - 2 Tagen können die Arbeiten in den Räumen weitergehen. Nach ca. 7 - 8 Tagen kann eine eingebaute bereits mit einer Vorlauftemperatur von ca. 20 °C betriebene Fußbodenheizung langsam weiter aufgeheizt werden und nach 8-21 Tagen Aushärtung kann der Calciumsulfatfließestrich einen Fußbodenbelag aufzunehmen.
Neben der schnellen Einbauzeit ist aber auch die fugenlose Verlegung von Calciumsulfatfließestrich auf großen Flächen von Vorteil sowie die hohe Druck- und Biegezugfestigkeit dieses Estrichs.
Zementfließestriche bestehen aus Gesteinskörnungen, die mit Zement gebunden und mit einem Fließmittel fließfähig gemacht werden. Um die bei der Aushärtung zu Rissbildungen durch Schwund und zu Aufschüsselungen (Ränder der Estrichflächen biegen sich durch einseitiges Aushärten nach oben) neigenden Zementfließestriche zu verbessern, werden sie z.T. mit Glasfasern bewehrt, was zur Folge hat, dass die Elastizität des sonst eher spröden Zementfließestrichs steigt. Zementfließestriche kommen im Wohnungsbau aufgrund ihrer Feuchtigkeitsbeständigkeit auch in gewerblichen Nassräumen (z.B. in Schwimmbädern) zum Einsatz.
Die Austrocknungszeit variiert je nach Estrichdicke, Lufttemperatur und –feuchtigkeit sowie Luftaustauschrate (z.B. durch Lüften zu beeinflussen). Man spricht davon, dass Zementfließestrich ca. 30 Tage benötigt, um vollständig auszuhärten.
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Weitere Leistungen mit regionalen Baupreisen:
Baupreislexikon
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Fließestrich"

DIN-Norm
Ausgabe 2009-09
Diese Norm gilt zusammen mit DIN 18560-1, DIN EN 13318 und DIN EN 13813 für Estriche auf Dämmschichten, die Anforderungen an den Wärme- und/oder Schallschutz zu erfüllen haben. Als Heizestriche dienen sie außerdem zur Aufnahme der Heiz-/Kühlelemente ...
- DIN-Norm im Originaltext -

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Calciumsulfatfließestrich, schnelltrocknend, DIN 18560-1 CAF, Erhärtung und Trocknung bis zur Belegreife 7 Tage bei klimatischen Bezugsbedingungen Normklima 20 Grad C, rel. Feuchte 65 %, als Estrich auf Dämmschicht, lotrechte Nutzlast bis 2 kN/m2, Dr...
Abrechnungseinheit: m2
Weitere Leistungsbeschreibungen:
STLB-Bau Ausschreibungstexte
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